Alstom: Keine Wettbewerbshindernisse durch Siemens-Fusion

Alstom: Keine Wettbewerbshindernisse durch Siemens-Fusion

Der geplante Zusammenschluss mit der Zugsparte von Siemens bringt aus Sicht von Alstom keine Wettbewerbsprobleme.

Siemens und Alstom

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Das Logo des Bahntechnik-Herstellers Alstom (Archiv)

«Es gibt eine Fülle von Anbietern in der EU», sagte der Vorstandschef von Alstom, Henri Poupart-Lafarge, am Dienstag (18. September 2018) in Berlin. Er verwies auf Konkurrenten wie Bombardier und Stadler. Zudem dränge der chinesische CRRC-Konzern auf den Markt. «Wir müssen mit neuen Spielern konkurrieren, Anbietern aus China, Japan, Korea, Indien», sagte er.

Bedenken wegen großer Marktmacht

Der Plan zur Fusion war bereits vor einem Jahr angekündigt worden. Die EU-Kommission hatte Bedenken wegen der großen Marktmacht der beiden Unternehmen geäußert. Gemessen am Umsatz wären sie die Nummer zwei weltweit nach CRRC. Bis Ende Januar prüft die Behörde, ob der Zusammenschluss den Wettbewerb behindern könnte und so die Preise zum Nachteil von Millionen Bahnkunden steigen könnten.

Arbeitsplätze könnten wegfallen

Gemeinsam mit Siemens könne man den Kunden ein vielfältigeres Angebot machen, argumentierte Poupart-Lafarge. «Sie müssen einen Zug ein klein wenig wie Lego sehen. Sie fügen die Technologie-Steine für den Kunden zusammen.» Ob und wie viele Arbeitsplätze wegfallen könnten, ließ der Konzernchef offen. «Es wird einige Synergien geben in Zentralfunktionen wie der Finanz- und Personalverwaltung.»

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 18. September 2018