Folgen der Karstadt-Kaufhof-Fusion noch unklar

Folgen der Karstadt-Kaufhof-Fusion noch unklar

Die Folgen der vereinbarten Fusion von Karstadt und Kaufhof für die Warenhäuser in Berlin und Brandenburg sind nach Kenntnis der Gewerkschaft Verdi noch nicht absehbar.

Karstadt und Kaufhof

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Filialen der Kaufhäuser von Karstadt und Kaufhof stehen einander gegenüber (Archiv)

Es komme auf die Strukturen an, die sich die Holding geben werde, sagte die Leiterin des Verdi-Landesfachbereichs Handel, Erika Ritter, am Dienstag (11. September 2018) auf Anfrage.

Verdi fordert Standort- und Beschäftigungssicherung

Verdi verlangt eine Standort- und Beschäftigungssicherung auch für die rund 2000 Berliner und 150 Brandenburger Beschäftigten. Zudem müssten die Karstadt-Mitarbeiter zurück in die Bindung des Flächentarifvertrages. Derzeit liege deren Einkommensniveau um 12,6 Prozent unter dem des Tarifvertrags des Einzelhandels. «Wer sich eine solche Übernahme leisten kann, der kann auch die üblichen Tariflöhne zahlen», sagte Ritter mit Blick auf die Fusion.

Kartellämter müssen Fusion noch zustimmen

Der österreichische Karstadt-Eigentümer Signa und der kanadische Kaufhof-Eigner Hudson's Bay Company (HBC) hatten den Zusammenschluss zuvor bekanntgegeben. Die Mehrheit der Anteile am neuen Unternehmen liegt künftig bei der Signa-Holding des Karstadt-Eigentümers René Benko: Signa erhält 50,01 Prozent, HBC 49,99 Prozent. Die zuständigen Kartellämter müssen allerdings noch zustimmen.

Karstadt und Kaufhof in Berlin und Brandenburg

Karstadt hat derzeit sieben Warenhäuser im Westteil Berlins mit rund 1200 Mitarbeitern. Hinzu kommen zwei Sporthäuser. Im Osten Berlins gibt es noch drei Kaufhof-Warenhäuser mit rund 800 Beschäftigten. Brandenburg hat nur noch zwei klassische Warenhäuser: Einen Karstadt in Potsdam sowie einen Kaufhof in Cottbus mit zusammen etwa 150 Mitarbeitern.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 11. September 2018 11:46 Uhr

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