Vorzeitiges Vertragsende für Air-Berlin-Chef in Sicht

Vorzeitiges Vertragsende für Air-Berlin-Chef in Sicht

Air-Berlin-Chef Thomas Winkelmann könnte die insolvente Fluggesellschaft nun doch schon in Kürze verlassen.

Thomas Winkelmann

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Thomas Winkelmann, Vorstandschef von Air Berlin, könnte die insolvente Fluglinie doch schon vorzeitig verlassen. Foto: Paul Zinken/Archiv

Winkelmann verhandele mit Insolvenzverwalter Lucas Flöther über ein vorzeitiges Ende seines bis Januar 2021 laufenden Vertrags, berichtete die «Wirtschaftswoche». Möglich sei ein Ausstieg im August 2018.

Teil der Gehaltsansprüche sollen an Air-Berlin-Gläubiger gehen

Winkelmann solle dafür einen «nennenswerten Teil» seiner durch eine Bankgarantie gesicherten Gehaltsansprüche von insgesamt bis zu 4,5 Millionen Euro an die Gläubiger abtreten. Der Gläubigerausschuss von Air Berlin habe dem Vorgehen grundsätzlich bereits zugestimmt, schreibt die «Wirtschaftswoche». Der Sprecher des Insolvenzverwalters lehnte am Freitag, den 13. Juli 2018 eine Stellungnahme zu dem Sachverhalt ab.

Winkelmann erst seit Anfang 2017 bei Air Berlin

Air Berlin hatte im August 2017 Insolvenz angemeldet und im Oktober den Flugbetrieb eingestellt. Winkelmann war Anfang 2017 vom Lufthansa-Konzern zu Air Berlin gekommen. Im April dieses Jahres hieß es noch, Winkelmann werde auf unabsehbare Zeit weiterbeschäftigt, um die Insolvenzverwaltung zu unterstützen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 13. Juli 2018