Sommerwetter in Berlin: Freibäder ausgebucht, Schlangen vor Eisdielen

Sommerwetter in Berlin: Freibäder ausgebucht, Schlangen vor Eisdielen

Kurze Hose, T-Shirt und ab ins Freibad: Das Sommerwetter hat viele Menschen in Berlin und Brandenburg nach draußen gezogen - und das an einem Werktag mitten in der Woche.

  • Sommer in Berlin (3)© dpa
    Zwei Schwäne fliegen über die Havel.
  • Sommer in Berlin (2)© dpa
    Die Jungtiere Sabrina und Odyn erkunden mit ihren Müttern Olympia und Sabrina ihre neue Weide auf der Pfaueninsel.
  • Sommer in Berlin (1)© dpa
    Bei Temperaturen über 20 Grad Celsius blüht Mohn vor dem Berliner Fernsehturm auf der Karl-Marx-Allee.
Bei angekündigten Höchsttemperaturen von 28 Grad und Sonnenschein waren Freibäder in Pankow, Wilmersdorf, Kreuzberg oder im Wedding am Donnerstagnachmittag (03. Juni 2021) ausgebucht. Vor Eisdielen bildeten sich Schlangen. Sonne tanken war auch das Motto in einem Schöneberger Park. Familien machten Picknick mit Keksen und Obst - und viel Sonnencreme. Sportler trainierten an Fitnessgeräten. 

Havelufer gut besucht

Wer der Stadtluft entkommen wollte, setzte sich aufs Fahrrad und radelte die Havelchaussee hinunter. Auf dem Weg nutzten einige Naturfreunde die Gelegenheit für eine Pause und einen Sprung in die Havel. Außerdem waren Menschen mit Motor-, Tret- und Segelbooten unterwegs. Auch an der Wiese an der Neustädter Havelbucht in Potsdam waren viele Plätze belegt. Viele suchten unter den Bäumen einen Schattenplatz.

Sommerliche Temperaturen in den kommenden Tagen: Gewitter möglich

Nach Prognosen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) bleibt es in den kommenden Tagen in der Region größtenteils sommerlich warm. Eine DWD-Sprecherin nannte allerdings ein «großes Aber»: Die sogenannte Tiefdruckrinne Peter nähere sich nämlich langsam von Westdeutschland und bringe schwül-warme Gewitterluft mit sich. Am Donnerstagnachmittag könne es zu ersten Niederschlägen in der Prignitz kommen. Für Freitagnachmittag erwartete der DWD vor allem im Südwesten Brandenburgs Gewitter mit viel Starkregen. 

Warnung: Blaualgen im Tegeler See

Nicht nur auf Gewitter sollten Badelustige in den kommenden Tagen achten. Das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) warnte zudem vor giftigen Blaualgen - allerdings nur im Tegeler See im Nordwesten Berlins. Besonders Hunde und kleine Kinder sollten demnach die Badestellen am See meiden. Am vergangenen Dienstag sei ein Hund kurz nach dem Aufenthalt im Tegeler See «wahrscheinlich» an einer Vergiftung mit Blaualgentoxinen gestorben, hieß es zudem vom Bezirksamt Reinickendorf. Ein zweiter Hund, der am Uferbereich spielte, habe starke Vergiftungssymptome gezeigt.
Zwar ließen sich derzeit «keine gesundheitsrelevanten Konzentrationen von Blaualgen-Toxinen im Nichtschwimmerbereich der Badestellen nachweisen», teilte das Lageso zuletzt mit. Jedoch gebe es größere Schwankungen im Flachwasser. Die giftigen Algen haften sich demnach an Unterwasserpflanzen und können an das Ufer gespült werden. Kleine Kinder könnten dann beispielsweise beim Spielen Algenballen in den Mund nehmen, sagte eine Lageso-Sprecherin. Das könne etwa Bauch- und Kopfschmerzen, Übelkeit und Durchfall auslösen.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: 3. Juni 2021