Berlin erneut durchschnittlich wärmstes Bundesland

Berlin erneut durchschnittlich wärmstes Bundesland

Im Oktober war es den fünften Monat in Folge in keinem deutschen Bundesland wärmer als in Berlin. In der Hauptstadt wurde eine Durchschnittstemperatur von 11,3 Grad Celsius gemessen, wie der Deutsche Wetterdienst in einer vorläufigen Bilanz am Freitag mitteilte. Ein Sprecher des DWD erklärte, einzelne Wetterstationen in anderen Gebieten Deutschlands hätten höhere Temperaturen als in Berlin gemeldet. Jedoch sei der Durchschnittswert aller Stationen eines Bundeslands nirgends höher gewesen als in der Hauptstadt - und das seit Juni. Im August sei die Durchschnittstemperatur in Baden-Württemberg immerhin genauso hoch gewesen wie in Berlin.

Der Sprecher erklärte die verhältnismäßig hohen Temperaturen unter anderem damit, dass Berlin nicht wie andere Bundesländer hohe Gebirge habe. Zudem gebe es einen Großstadteffekt: Durch die vielen Häuser sei es vor allem in der Nacht überdurchschnittlich warm.
Laut DWD erlebte Deutschland generell einen überdurchschnittlich warmen, aber gleichzeitig nassen und wolkenreichen Oktober. Berlin ist hier im Trend: Die durchschnittliche Niederschlagsmenge lag den Daten zufolge bei rund 55 Liter pro Quadratmeter. Der Vergleichswert der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990 liegt in Berlin bei 35 Litern pro Quadratmeter. Auch die 70 Sonnenstunden im Oktober waren weniger als die 109 Stunden des langjährigen Vergleichswertes, meldete der DWD.
Den Angaben nach handelt es sich bei den Durchschnittszahlen um vorläufige Werte. Die für die letzten zwei Tage des Monats verwendeten Daten basieren auf Prognosen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 30. Oktober 2020