Gewerkschaft: Mehr Sonnenschutz für Verwaltungsbeschäftigte

Gewerkschaft: Mehr Sonnenschutz für Verwaltungsbeschäftigte

Die Sommerhitze belastet nach Darstellung der Gewerkschaft Verdi viele Berliner Verwaltungsbeschäftigte über Gebühr. Viele Mitarbeiter der Senatsverwaltungen hätten ihre Büros in denkmalgeschützten Dienstgebäuden, «bei denen zum Beispiel die Anbringung von Außenjalousien die Denkmalschutzbehörden auf den Plan ruft und sinnvolle Hitzeschutzmaßnahmen erheblich erschwert».

Eine Mütze mit dem Verdi Logo

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Ein Mann trägt eine Mütze mit dem Verdi Logo. Foto: Christophe Gateau/Archiv

«Es ist unzumutbar, in denkmalgeschützten Gebäuden bei hohen Temperaturen ohne Hitzeschutz arbeiten zu müssen», meinte der Verdi-Fachbereichsleiter Bund und Länder, Roland Tremper, am Dienstag. Es sei ein Unding, dass die Beschäftigten in ihrer Gesundheit beeinträchtigt würden, weil das Denkmalamt sich querstelle.
Verdi forderte vom Senat «schnelle und sachgerechte Entscheidungen», um die Hitzebelastung für die Beschäftigten zu reduzieren. «Dazu gehören aus Gewerkschaftssicht unter anderem flexible Arbeitszeitregelungen, die Bereitstellung von Trinkwasser oder die Anbringung von Außenjalousien», so Tremper. Der Einbau von Klimaanlagen sei hingegen keine geeignete Lösung: Diese seien in ihrer Wirkung oft gesundheitsbelastend und klimaschädlich.
Vor einigen Tagen hatte die «Berliner Morgenpost» unter Berufung auf Finanzsenator Matthias Kollatz (SPD) über das mehrjährige Ringen um das Anbringen von Außenrollos an Süd-Fenstern der Finanzverwaltung berichtet. Nach rund drei Jahren Austausch mit der Denkmalbehörde starte nun im August die Montage von Sonnenschutz zumindest an einem Teil der Fenster.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 30. Juli 2019