Unwetter-Bilanz: Monatsmengen an Regenwasser

Unwetter-Bilanz: Monatsmengen an Regenwasser

Mit den beiden schweren Gewittern am Mittwoch ist in Berlin mancherorts schon so viel Regen gefallen wie sonst in einem ganzen Monat.

Gewitter und Regen

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Regenwasser läuft in einen Straßenabfluss. Foto: Paul Zinken

An der Messstelle der Freien Universität in Dahlem waren es seit Dienstag (11. Juni 2019) insgesamt rund 61 Liter pro Quadratmeter, berichtete Meteorologe Thomas Dümmel am Donnerstag. Für den ganzen Juni seien in Berlin rund 70 Liter normal. «Solche Gewitter sind für den Frühsommer aber nicht außergewöhnlich», ergänzte Dümmel. In Berlin gebe es bei den Regenmengen regional große Unterschiede, sagte Stephan Natz, Sprecher der Wasserbetriebe. So seien in Teilen von Grünau und Köpenick seit Dienstag nur zwischen 1 und 3 Litern pro Quadratmeter gefallen.

Schmutzwasser gelangte in die Spree

An anderen Stellen habe die Kanalisation die Wassermassen jedoch nicht mehr fassen können, berichtete Natz. Es kam zu Überläufen. So ergossen sich zum Beispiel am Radialsystem im Stadtteil Friedrichshain rund 48 000 Kubikmeter Schmutzwasser in die Spree.

Kein Fischsterben bisher

Ein Fischsterben sei bislang aber ausgeblieben, sagte Derk Ehlert von der Senatsverwaltung für Umwelt. Das liege vermutlich daran, dass es zuletzt wiederholt Regenfälle gab und organisches Material somit nicht auf einen Schlag in die Gewässer gespült wurde. In den vergangenen Jahren hatte es vor allem in den Innenstadt-Kanälen öfter größere Mengen toter Fische gegeben. Grund dafür ist, dass der Sauerstoffgehalt stark absinken kann, wenn die Mischwasserkanalisation überläuft.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: 13. Juni 2019