Unwetter in Berlin: Flughäfen und S-Bahnen betroffen

Unwetter in Berlin: Flughäfen und S-Bahnen betroffen

Kurz, aber heftig: Nach tagelanger Hitze zieht ein Unwetter über die Hauptstadt. Blitze und Wind sorgen für Ausfälle auf den Schienen und an den Flughäfen.

Gewitter in Berlin

© dpa

Regenwasser läuft in einen Straßenabfluss. Foto: Paul Zinken

Berlin (dpa/bb) - Ein Gewitter mit heftigem Regen hat in Berlin Störungen an den beiden Flughäfen verursacht. «Einige Airlines mussten unwetterbedingt massiv Flüge streichen», sagte ein Sprecher der Flughafengesellschaft der Deutschen Presse-Agentur mit Blick auf den Airport Tegel. Mehrere Hundert Passagiere waren dort betroffen. Vor allem Flüge nach München und Frankfurt/Main seien ausgefallen. Die Passagiere wurden gebeten, sich bei ihren Fluggesellschaften zu informieren.
Auch der Flughafen Schönefeld war von dem Gewitter betroffen. Wegen starker Winde musste vorübergehend die Abfertigung gestoppt werden. «Bei zu starkem Wind dürfen wir nicht mit allen Fahrzeugen abfertigen. Das ist gesetzlich geregelt», ergänzte ein Sprecher. Die Abfertigung konnte jedoch am Abend wieder aufgenommen werden.
Nach mehreren Blitzschlägen kam es am Donnerstagnachmittag auch auf den S-Bahn-Linien 1, 2, 25 und 26 zu Verspätungen und Zugausfällen, wie die Bahn mitteilte. Im Ortsteil Lichtenrade brannte zudem das Dach eines Mehrfamilienhauses. Nach Einschätzung der Einsatzkräfte sei der Brand sehr wahrscheinlich durch einen Blitzeinschlag verursacht worden. Es habe am Nachmittag mehrere Feuerwehreinsätze gegeben. Ob diese aber in direktem Zusammenhang mit dem Unwetter standen, konnte ein Feuerwehrsprecher zunächst nicht sagen. Gemeldet worden seien Wasserschäden, die den Angaben zufolge noch nicht genauer benannt werden konnten.
Trotz der starken Regenfälle warnt die Senatsverwaltung für Umwelt weiter vor Waldbränden in der Hauptstadt. An mehreren Badeseen in Berlin sowie auf zwei Forstflächen außerhalb des Stadtgebiets habe es am Mittwoch und Donnerstag gebrannt, hieß es. Das Feuer an den Seen sei gerade noch rechtzeitig gelöscht worden. Auf den beiden Forstflächen hingegen, die sich in Prenden bei Wandlitz und Ützdorf (beides Barnim) befinden, habe der Wald auf zwei Hektar gebrannt.
«Rauchen im Wald ist keine Bagatelle. Wir haben nur diesen einen Wald und den möchten wir auch erhalten», sagte ein Sprecher der Senatsverwaltung. Wer gegen das Rauch- und Feuerverbot verstößt, muss mit bis zu 50 000 Euro Strafe rechnen. Allein das Anzünden einer Zigarette koste mindestens 100 Euro Strafe, so die Senatsverwaltung.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 6. Juni 2019