Bodenfrost in Brandenburg: Weinbauern sorgen sich

Bodenfrost in Brandenburg: Weinbauern sorgen sich

Brandenburg hat momentan Temperaturen weit unter Null Grad in der Nacht, und es soll noch kälter werden. Für Pflanzen zu kalt.

Raureif glitzert auf einer Wiese

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In Zehdenick (Landkreis Oberhavel) war es nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes Sonntagnacht (05. Mai 2019) mit minus 6,5 Grad auf Bodenniveau mit am kältesten. In der kommenden Nacht sollte es in Berlin und Brandenburg wieder kalt werden, auch Frost in Bodennähe sei nicht ausgeschlossen. In der Nacht zum Mittwoch (08. Mai 2019) könnte es in beiden Bundesländern sogar gebietsweise wieder bis -4 Grad kalt werden. Frostempfindliche Pflanzen, die schon geblüht haben, könnten nach Angaben von Meteorologen Schaden genommen haben.

Winzer haben Angst um Weinernte

Die Weinbauern in Brandenburg schauen mit Sorge aufs Thermometer. Die Fröste kämen in diesem Jahr sehr zeitig, sagte Winzer Gunter Schurig aus Bad-Liebenwerda (Landkreis Elbe-Elster). «Wir Weinbauern hängen die ganze Zeit an den Wetter-Apps und informieren uns gegenseitig». Schurig hat auf seinem Gut 1000 Reben angebaut. Angesichts frostiger Temperaturen hätten die Winzer aus der Region bereits Feuer in den Weinbergen gemacht, um die Reben zu wärmen, sagte er der Deutschen Presse-Agentur am Montag. Bei Weinbau-Nachbar Rico Leonardt ist es für 2500 Reben dagegen zu spät. «Die Triebe waren schon acht Zentimeter gewachsen und sind erfroren», sagte er.
Die Winzerfamilie Wobar aus Großräschen (Landkreis Oberspreewald-Lausitz), die auf 1,4 Hektar 7000 Rebstöcke anbaut, hat nach dem ersten Rebschnitt als Ersatz die sogenannte Frostrute noch stehen, falls die schon ausgetriebenen Reben Schaden nehmen sollten. «Bei der Frostrute liegen die Knospen höher und erfrieren nicht so schnell», erklärte Cornelia Wobar.

Schwäbische Alb mit Minustief

Die tiefsten Temperaturen in Deutschland wurden Sonntagnacht in Merklingen (Alb-Donau-Kreis) auf der Schwäbischen Alb gemessen, wie der Deutsche Wetterdienst in Offenbach der Deutschen Presse-Agentur sagte. Am Boden - gemessen fünf Zentimeter über der Erde - fiel das Thermometer in der Nacht auf minus 8,1 Grad.
Hahn
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: 6. Mai 2019