Berliner Februar deutlich zu warm

Berliner Februar deutlich zu warm

Bei 15 Grad in der Sonne sitzen? In Berlin war das am Mittwoch kein Problem. «Der ganze Februar war deutlich zu warm», bilanziert Thomas Dümmel vom Meteorologischen Institut der Freien Universität.

Die Sonne scheint am Gendarmenmarkt

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Die Sonne scheint am Gendarmenmarkt.

«Wir liegen rund vier Grad über den Durchschnittswerten.» Rekordverdächtig seien die Temperaturen aber nicht. 1990 war es schon am 21. Februar 18,6 Grad warm. Den Kälterekord hält eisern das Jahr 1929 mit Minus 26 Grad. Dieser Winter ist in Berlin weitgehend ausgefallen. Der Dezember war 3,4 Grad zu warm, der Januar lag um 1,9 Grad über dem Schnitt.

Regen bot der Februar als klassischer Wintermonat kaum

An der Messstelle in Dahlem waren es nur 36 Liter pro Quadratmeter. Normal seien 52 Liter, erläuterte Dümmel. «Das ist jetzt noch kein Grund zur Panik. Aber wenn das so weitergeht, wird es kritisch mit dem Grundwasserspiegel.» Denn bereits der vergangene Jahrhundertsommer war viel zu trocken. Nur im Dezember und Januar regnete es mit rund 50 Litern pro Quadratmeter durchschnittlich. In der Statistik des Deutschen Wetterdienstes war Berlin in diesem Winter mit rund 120 Litern pro Quadratmeter das trockenste Bundesland.

Die Weichen sind nun eindeutig auf Frühling gestellt

Für die nächsten zwei Wochen sei kein Wintereinbruch in Sicht. «Darüber hinaus ist alles Spekulation. Aber vom Gefühl her würde ich sagen: «Da kommt kein Schnee mehr»», sagte Dümmel. Auch für Allergiker gibt er Entwarnung: «Hasel und Erle haben ihr Pulver verschossen.»
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| Aktualisierung: 27. Februar 2019