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Bezahlt im Urlaub schlauer werden

Sich bequem auf dem Sofa professionalisieren ...

Ein junger Mann sitzt auf einer Couch und arbeitet an einem Laptop
Bild: Pixabay

Seit September 2021 gilt das Bildungszeitgesetz, das zuvor Bildungsurlaub hieß. (BiZeitG). Es ermöglicht allen Beschäftigten, sich bezahlt von der Arbeit freistellen zu lassen, um sich in anerkannten Bildungsveranstaltungen persönlich weiterzuentwickeln.

Nur was müssen Sie dabei beachten und was gibt es überhaupt alles? Das haben wir hier für Sie zusammengefasst.

Wissen vertiefen – wo und womit?

Jede der zwölf Berliner Volkshochschule bietet berufsbezogenen Seminare an. Stöbern Sie in den Bereichen Karriere, Politik oder Kultur nach den Bildungsthemen, die Sie interessieren und für die Sie sich freistellen lassen dürfen.

Chancen ergreifen – wer?

Eine junge Frau liegt auf dem Bett mit einer Tasse und arbeitet am Laptop
Bild: Pixabay/ Vlada Karpovich

Egal ob Angestellte, Azubis, freie Mitarbeitende oder Menschen mit Behinderungen – alle haben altersunabhängig das Anrecht auf Bildungszeit. Zwei Voraussetzungen dafür sind, dass der Tätigkeitsschwerpunkt in Berlin liegt und das Beschäftigungsverhältnis seit mindestens sechs Monaten besteht. Für alle die nur nachts oder an den Wochenenden arbeiten, auch da kommt die Bildungszeit in Frage. (§10 (6) BiZeitG)

Gelegenheiten nutzen - wie?

Pro Kalenderjahr können Sie fünf Tage in Anspruch nehmen, wenn Ihre Arbeitswoche fünf Tage umfasst. (§ 2 und 3 BiZeitG). Gegebenenfalls lässt sich die Bildungszeit sogar auf zwei Jahre strecken. Dafür dürfen Sie sich dann zehn Tage am Stück frei nehmen, um Ihre Karriere anzukurbeln. Arbeitnehmer:innen bis zum 25. Lebensjahres haben zusätzlichen Anspruch auf 10 Arbeitstage pro Kalenderjahr.

Optionen angehen – wann?

Ihr Antrag sollte sechs Wochen vor Beginn der Freistellung schriftlich oder mündlich bei den Arbeitgebern eingehen.
Den Anmeldenachweis sowie die Anerkennungs- und Teilnahmebescheinigung gibt es unentgeltlich dort, wo die Veranstaltung besucht wird. (§ 4 BiZeitG).

Win-Win-Situation – warum?

Unser Tipp: Sind Sie sich noch nicht ganz sicher, was Sie lernen wollen, dann sprechen Sie mit Ihren Vorgesetzten. Seine Persönlichkeit besser zu entfalten, sich in technischen Fortbildungen professionalisieren oder neue Programme zu steuern, kommt allen in Ihrer Umgebung zugute. Mental frisch gestärkt begegnen Sie den Tücken des (Berufs-)Alltags leichter.

Im folgenden PDF finden Sie die gesetzlichen Bestimmungen im Detail:

Bildungszeitgesetz

PDF-Dokument