Bildungsurlaub

Kursleitende
Bild: © Gudrun Arndt

Bildungsurlaub bedeutet Freistellung von der Arbeit, um sich in anerkannten Veranstaltungen politisch und beruflich weiterzubilden.

Welche Bildungsurlaubskurse bieten die Berliner Volkshochschulen an?

Die unten stehenden Links führen Sie zu einer repräsentativen Auswahl aus dem Kursangebot der Berliner Volkshochschulen. Aufgelistet werden typische Bildungsurlaubskurse, die während eines Normalarbeitstages stattfinden. Grundsätzlich gelten aber alle berufsbezogenen Bildungsveranstaltungen der Berliner Volkshochschulen als anerkannte Bildungsurlaubsveranstaltungen, wenn für deren Besuch eine Freistellung von der Arbeit erforderlich ist. Das heißt, für Sie persönlich können auch Kurse als Bildungsurlaubsveranstaltungen in Frage kommen, die hier nicht mit aufgelistet werden – falls Ihre Arbeitszeit am Abend oder am Wochenende liegt. Nutzen Sie deshalb bei der Kurssuche z.B. auch den Themenüberblick im Programmbereich Beruf und Karriere.

Wer hat Anspruch auf Bildungsurlaub?

Bildungsurlaub kann von allen Berliner Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern frei gewählt werden für Veranstaltungen, die der politischen und/oder der beruflichen Weiterbildung dienen. Auszubildende können sich lediglich für politische Bildungsveranstaltungen freistellen lassen. Der Rechtsanspruch besteht unabhängig vom Lebensalter.

Im öffentlichen Dienst beschäftigte Arbeiter und Arbeiterinnen sowie Angestellte haben Anspruch auf Freistellung entweder nach dem Bildungsurlaubsgesetz oder nach der Sonderurlaubsverordnung. Für Beamtinnen und Beamte gelten die entsprechenden Sonderurlaubsregelungen des Bundes bzw. des Landes Berlin.
Bildungsurlaub kann erstmalig nach 6-monatigem Bestehen des Arbeits- bzw. Ausbildungsverhältnisses in Anspruch genommen werden.

Wieviel Bildungsurlaub gibt es?

Der Bildungsurlaub beträgt 10 Arbeitstage innerhalb eines Zeitraumes von zwei aufeinanderfolgenden Kalenderjahren. Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres haben einen Anspruch von 10 Arbeitstagen im Kalenderjahr.

Für Kleinbetriebe gelten einschränkende Sonderregelungen.

Wie wird der Anspruch geltend gemacht?

Inanspruchnahme und Zeitpunkt des Bildungsurlaubs sind den Arbeitgebern so frühzeitig wie möglich, in der Regel 6 Wochen vor Beginn der Freistellung, schriftlich oder mündlich mitzuteilen. Auf Verlangen sind den Arbeitgebern bzw. Ausbildenden die Anmeldung zur Bildungsveranstaltung und der Anerkennungsbescheid der zuständigen Senatsverwaltung vorzulegen. Bei berufsbildenden Kursen der Volkshochschulen gilt statt des Anerkennungsbescheides der §11 (1) des Berliner Bildungsurlaubsgesetzes. In den Geschäftstellen der Berliner Volkshochschulen erhalten Sie entsprechende Bescheinigungen.

Welche Bildungsurlaubsseminare der Volkshochschulen gelten als anerkannt?

„Berufliche Bildungsveranstaltungen, die von öffentlichen Schulen, öffentlichen Volkshochschulen, Hochschulen oder anerkannten Privatschulen durchgeführt werden, gelten als anerkannt…“ § 11(1) Berliner Bildungsurlaubsgesetz (BiUrlG), vom 24.10.1990 (GVBL. S. 2209)

Berliner Bildungsurlaubsgesetz

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