Hygienekonzept VHS Tempelhof-Schöneberg

Set medizinischer Einweg-Gesichtsmasken auf alten Holzbrettern
Bild: mihalec/depositphotos.com

Einleitung

Version 4 des Rahmenhygienekonzepts vom 18.8.2020:

Zur schrittweisen Wiederaufnahme des Publikumsverkehrs wird vorab das Hygienekonzept für Veranstaltungen in der Volkshochschule Tempelhof-Schöneberg vorgelegt. Die Wiedereröffnung erfolgt unter Einhaltung der aktuellen Hygienevorgaben zum lnfektionsschutz auf Bundes-, Landes- und Bezirksebene, insbesondere des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) §36 und der SARS-CoV-2-Infektionsschutzverordnung.

Alle Mitarbeitenden, Kursleitenden, Teilnehmenden und Besucher_innen sollen auch die Hygienehinweise der Gesundheitsbehörden und des Robert Koch-Instituts (RKI) beachten und befolgen. Dies gilt auch für Kurse und Veranstaltungen in externen Lehrstätten.

Die Gesundheit und das Wohlergehen der Mitarbeiter_innen und Besucher_innen der Volkshochschule Tempelhof-Schöneberg haben für uns höchste Priorität. Aufgrund der dynamischen Entwicklungen wird das Konzept regelmäßig angepasst.

1. Allgemeine Regeln

Als Erwachsenenbildungseinrichtung vertrauen wir auf das selbstständige und verantwortungsvolle Verhalten aller unserer Besucher_innen.

Kursteilnehmer_innen und Kursleitenden wird dringend empfohlen, bei nicht abgeklärten Symptomen, die mit SARS-CoV-2 in Verbindung stehen könnten, wie z. B. eine Atemwegserkrankung, Fieber oder Geschmacks-/Geruchsverlust, nicht am Unterricht teilzunehmen bzw. nicht zu unterrichten.

Die Mitarbeiter_innen der Volkshochschule sind berechtigt, Kursleitenden mit Symptomen einer Atemwegserkrankung das weitere Unterrichten zu untersagen sowie Teilnehmer_innen mit solchen Symptomen von der weiteren Teilnahme am Unterricht auszuschließen. Zum Ausschluss von Teilnehmer_innen sind auch Kursleitende berechtigt und angehalten, nach Möglichkeit in Abstimmung mit zuständigen Mitarbeiter_innen der Volkshochschule.

Für Kursanmeldung und Anfragen möglichst kontaktarme und digitale Wege wählen.

Pandemiebezogene Verhaltens- und Hygieneregelungen werden bereits mit der Anmeldung schriftlich verbindlich, spätestens am ersten Kurstermin an die Teilnehmer_innen kommuniziert.

Sofern Teilnehmende einer Risikogruppe angehören, haben sie eigenverantwortlich für einen geeigneten Eigenschutz zu sorgen. Personen mit einem höheren Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf sollen insbesondere die Hinweise des Robert Koch Instituts beachten.

Sicherheitsabstand halten. Mindestens 1,5 m – während des Unterrichts und im gesamten Gebäude, einschließlich der Sanitäranlagen.

Auf jeglichen Körperkontakt ist zu verzichten. Keine Berührungen, Umarmungen und kein Händeschütteln. Kontaktlose Umgangs- und Sozialformen.

Händehygiene mit Flüssigseife und Einmalhandtüchern: regelmäßig und sorgfältig mindestens 20-30 Sekunden mit Seife die Hände waschen.

Mit den Händen nicht in das Gesicht fassen (v.a. keine Schleimhäute berühren).

Öffentlich zugängliche Gegenstände wie Türklinken möglichst nicht mit der vollen Hand bzw. den Fingern anfassen (Ellbogen etc. nutzen).

Die Husten- und Niesetikette einhalten: Husten und Niesen in die Armbeuge.

Mund-Nasen-Bedeckung bitte auf Fluren tragen oder, wenn der Abstand von 1,5 m nicht eingehalten werden kann.

Jacken und Mäntel sind von Teilnehmer_innen an ihrem Sitzplatz zu halten (Vermeidung von Kontakt der Kleidung mehrerer Personen).

Die Nutzung des Fahrstuhls ist für mobilitätseingeschränkte Personen einzeln oder mit Rollstuhlbegleitung möglich.

Kein gemeinsamer Verzehr von Lebensmitteln.

Gemeinsame Nutzung und Austausch von Arbeits-/Unterrichtsmitteln, Sportgeräten etc. vermeiden.

Durchmischung mit anderen Gruppen (z.B. in Pausen) vermeiden.

Aufenthalt in den Gebäuden auf den notwendigen Zeitraum beschränken. Nicht verweilen. Nach Kursende Gebäude zügig verlassen.

2. Organisatorische Vorbereitung

2.1. Kommunikation

Verhaltens- und Hygieneregelungen werden vorab an Kursleitende, Teilnehmer_innen und Kooperationspartner verbindlich kommuniziert.

Zur Einhaltung der getroffenen Regelungen werden mit Honorarkräften/freien Mitarbeiter_innen entsprechende Vereinbarungen abgeschlossen. Kursleitende werden zur Einhaltung der getroffenen Regelungen durch einen entsprechenden Zusatz zum Honorarvertrag vertraglich verpflichtet.

Nutzung externer Räume (Schulen, Stadtteilzentren, andere Kooperationspartner) Maßnahmenumsetzung wird rechtzeitig abgestimmt.

2.2. Infrastruktur

Das Betreten des VHS-Gebäudes wird gesteuert und die Besucherströme werden durch ein Wegeleitsystem im Gebäude gelenkt. Personenansammlungen werden vermieden.

Hinweisschilder mit Hygienevorschriften und Distanzregeln werden gut sichtbar angebracht.

Hustenschutzwände in Bereichen mit Publikumsverkehr werden angebracht.

Das Kommunikations- und Verwaltungsgeschehen soweit wie möglich kontaktarm (digital oder telefonisch) abwickeln, einschließlich Kursanmeldung und Beratung.

Tische/Bestuhlung in Unterrichtsräumen: mindestens 1,5 Meter Abstand zwischen allen Plätzen. Die Bestuhlung darf nicht verändert werden.

Öffnung der Kursräume rechtzeitig vor Veranstaltungsbeginn (Vermeidung von Ansammlungen vor den Räumen).

Die reduzierte maximale Anzahl der Personen pro Raum und Veranstaltung wird jeweils auf der Website publiziert.

Alle Räume mehrmals täglich gründlich lüften (Stoßlüftung, Querlüftung). Regelmäßiges Lüften dient der Hygiene und fördert die Luftqualität. Durch das Lüften wird die Zahl möglicherweise in der Luft vorhandener, erregerhaltiger, feinster Tröpfchen reduziert. Es wird empfohlen, alle 15 Minuten für fünf Minuten zu lüften, an wärmeren und heißen Tagen möglichst dauerhaft. Räume ohne Möglichkeit zum gründlichen Lüften sind für den Unterricht nicht geeignet.

Die Reinigung der Einrichtung durch die Reinigungskräfte erfolgt mindestens einmal täglich und den Erfordernissen angepasst: Folgende Areale werden besonders gründlich gereinigt: Sanitärräume, Türklinken und Griffe, Treppen- & Handläufe, Lichtschalter.

3. Angebotsplanung und Unterrichtsgestaltung

Räume sind abhängig von Raumgröße und Nutzungsart für Unterricht mit jeweils 1,5 m
Abstand vorzubereiten.

Alternative Kursformate prüfen: Angebote im Freien durchführen; Gruppe aufteilen und in
verschiedenen Räumen zeitgleich oder abwechselnd unterrichten; Einbindung/Aufbau
digitaler Vermittlungsformen (blended learning, Onlinekurs).

Für bestimmte Kursformate wie Bewegungskurse sind gesonderte, angepasste
Regelungen zu treffen.

Teilnehmerlisten mit Angabe der benutzten Räumlichkeiten dienen der ggf. notwendigen
Nachverfolgung von Infektionsketten.

Partner- und Kleingruppenarbeit nur unter Einhaltung der Abstandsregel.

4. Besonderheiten bei spezifischen Angeboten

Die Entscheidung, ob Bewegungsangebote unter Einhaltung der Distanz- und Hygieneregeln durchgeführt werden können, ist jeweils gesondert zu prüfen. Für Bewegungskurse empfehlen sich bei Durchführung noch strengere Anforderungen, z.B.:
  • Einhalten des Mindestabstandes auch bei Bewegungsanteilen:
    • Keine Partnerübungen,
    • Korrekturen nicht mit Kontakt durchführen.
  • Mitbringen eigener Matten, Handtücher und Übungsmaterialien.
  • Umkleideräume können zum Umkleiden genutzt werden, aber nicht für die Aufbewahrung persönlicher Gegenstände.
  • Duschen erfolgt zu Hause, die Duschräume sind geschlossen.
  • Möglichst ständige Lüftung aller Räume;

Kontaktintensive Angebote können nur für Paare angeboten werden, die gemäß gültiger Infektionsschutzverordnung keinen Abstand halten müssen.

Angebote, die mit einer erhöhten Aerosolproduktion einhergehen, insbesondere in geschlossenen Räumen (z. B. Gesang, Theater, Rhetorik) sind zu vermeiden oder gesondert zu prüfen.

Kochkurse: Bis auf weiteres sind Veranstaltungen in Lehrküchen derzeit ausgesetzt. Entsprechend gibt es noch keine speziellen Hygieneempfehlungen für Bildungsveranstaltungen in Lehrküchen.

Zu Prüfungen verweisen wir auf das Hygienekonzept der Prüfungszentrale der Berliner Volkshochschulen. Dieses ist für vhs-interne Tests und Prüfungen entsprechend anzuwenden.

5. Quellenangaben

  • Arbeitsgemeinschaft der Direktorinnen und Direktoren der Berliner Volkshochschulen: Rahmenhygienekonzept für die Wiederaufnahme des Präsenzlehrbetriebs an den Berliner Volkshochschulen unter Pandemiebedingungen (Stand: 20.05.2020)
  • Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg von Berlin. Abteilung Stadtentwicklung und Bauen SE FM, Fachbereich Objektmanagement: Bezirkliche Pandemie-Arbeitsschutzstandards (erste Fortschreibung Stand: 12.06.2020)