Projekt "Blended Learning" an der VAk Berlin

Was Sie schon immer über E-Learning wissen wollten!

Die Arbeitskreise arbeiten auf Hochtouren, um den VL II-Lehrgang in ein Blended Learning-Angebot zu transferieren. Eine der großen Fragen ist neben der neuen Lernorganisation von Präsenz- und Distanzlernphasen auch immer, wie E-Learning funktioniert und was wir wie umsetzen können. Wir bringen etwas Licht in die Welt der Bits und Bytes, die wir für uns zu Nutze machen.

E-Learning
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Definition von E-Learning

E-Learning heißt “electronic learning”, womit wörtlich übersetzt “elektronisches Lernen” gemeint ist. Besser formuliert könnte man “elektronisch unterstütztes Lernen” sagen. Dahinter verbirgt sich die Vielfalt digitaler Medien, mit denen der Lernstoff verteilt wird und durch die man auch virtuell mit anderen in Kontakt treten kann, zum Beispiel der Unterrichts- oder Lerngruppe.

Digitale Medien und Kommunikationswerkzeuge im Überblick

E-Learning
Bild: Robert Knesche - fotolia.com

Digitale Medien und Kommunikationswerkzeuge sind die Basis in webbasierten Anwendungen oder Netzwerken wie dem Internet. Alles, was dort abgerufen werden kann, wurde zuvor digital erstellt.

Im E-Learning unterscheidet man digitale Medien nach ihrer Nutzungsart, zum Beispiel zum Selbstlernen oder um in Kontakt mit anderen zu treten und gemeinsam zu lernen.

Selbstlernen heißt: die Lernenden sind damit beschäftigt, die bereit gestellten Unterlagen oder Aufgaben zu bearbeiten. Das ist nichts Neues, wenn man für eine Klausur oder eine Prüfung lernt oder Hausaufgaben macht, erledigt man das ja auch selbst bzw. alleine. In Bildungsangeboten als Blended Learning sind diese Anteile jedoch höher und es werden mehrere Methoden und Medien angeboten, mit denen die Lernenden arbeiten können.

Deshalb überlässt man sie auch nicht nur sich selbst, sondern setzt Lernbegleiter/innen ein, die diese s.g. Selbstlern- oder Distanzlernphasen begleiten. Wie auch im Präsenzunterricht kann somit in der Gruppe zusammen gelernt werden, dafür stehen verschiedene internetbasierte Möglichkeiten zur Verfügung.

Die folgenden FAQs beschreiben Medien und Möglichkeiten, die man unter den Begriff „E-Learning“ zusammenfasst. E-Learning ist übrigens der Anteil der digitalen Methoden und Medien im Rahmen eines Blended Learning-Lehrplans.

Lernprogramme zum Selbstlernen stellen einen internetbasierten Unterricht dar – wie ein Vortrag oder eine Demonstration, die mit multimedialen und interaktiven Elementen methodisch/didaktisch angereichert sind. Multimediale Elemente sind zum Beispiel Animationen (visuell bewegt sich etwas), Sprecher/innen-Texte oder Filme; interaktive Elemente können Reflexionsfragen sein, bei denen die Lernenden um eine Einschätzung gebeten werden, Übungen zum Verständnis oder auch einen kleinen Zwischentest absolvieren.

Man kann in Lernprogrammen die Vielfalt digitaler Medien einsetzen und es gibt viele Möglichkeiten, Interaktionen umzusetzen. Für die Konzeption eines Lernprogramms muss man Kenntnisse von den technischen Machbarkeiten haben. Aber nicht alles, was machbar ist, ist auch sinnvoll. Und nicht alles, was sinnvoll wäre, kann auch gemacht werden – meistens aus Budgetgründen.

Sie können sich vorstellen, dass es einen Unterschied macht, wie die Inhalte in einem Lernprogramm umgesetzt werden. Nur Texte und Bilder zu kombinieren wäre als vertonte Variante zu Power Point sehr langweilig zum Selbstlernen. Audio (gesprochene Texte) einzusetzen, am besten synchron zur Einblendung auf dem Bildschirm, ist ein Muss – Sie würden auch nicht Fernsehen ohne Ton schauen wollen. Film ist das kostenintensivste Element, wenn der Film erst produziert werden muss. Bei Animationen kommt es darauf an, wie sie gemacht werden. In der Regel muss man etwas Abstriche in Kauf nehmen und darf sich nicht an Hollywood-Produktionen messen, aber auch ohne diesen Anspruch lässt sich Lernen attraktiv in Lernprogrammen verpacken.

Synonym für “Lernprogramme” gibt es weitere Begriffe. z.B.:

  • WBT (Web Based Training = internetbasiertes Seminar)
  • Online-Kurs
  • Online-Tutorial

Ein Lernprogramm sollte nicht zu lange dauern (maximal bis zu 90 Minuten), die Lerneinheiten sollten in gut verdauliche Häppchen strukturiert sein.

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Learning Nuggets sind – locker formuliert – kurze Lern-Leckerlis von 5 bis 15 Minuten. Sie sind in der Regel aufbereitet wie ein Lernprogramm oder bestehen aus Elementen, die in Lernprogrammen ebenfalls vorkommen können. Entweder handelt sich bei einem Learning Nugget um eine überschaubare Lerneinheit, die in dieser Zeit absolviert werden kann, oder es dient dem Zweck, in ein Thema einzuführen oder auf ein Thema neugierig zu machen. Learning Nuggets sorgen für eine nette Abwechslung im Lernalltag.

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E-Testing = elektronisches Prüfen. Tests werden meistens als persönliche Überprüfung des Wissensstandes in Form eines Selbsttests absolviert. Man erhält nach jeder Antwort ein qualifiziertes Feedback und wird bei Bedarf auf Lerneinheiten verwiesen, wenn man nicht gut abgeschnitten hat. Am Ende kann jede/r Lerner/in sehen, wie viel Prozent der Testfragen richtig beantwortet wurden.

Prüfung, die als E-Testing absolviert werden, geben natürlich kein qualifiziertes Feedback und nur ein automatisch errechnetes Gesamtergebnis, wenn man die Technik entsprechend eingestellt hat. Bei der VAk finden Tests dieser Art bereits als sogenannte „E-Examination“ in Kooperation mit der Freien Universität Berlin statt.

Es gibt viele verschiedene Arten, Tests anzulegen. Am gängigsten sind

  • Multiple Choice (eine Frage mit mehreren Antwortmöglichkeiten zur Auswahl),
  • Drag&Drop („ziehen&fallen lassen“, d.h. etwas zuordnen. Mit der Maus wird etwas ausgewählt, an eine bestimmte Stelle auf dem Monitor gezogen und als Zuordnung dorthin abgelegt), oder
  • Lückentexte mit standardisierten Antwortmöglichkeiten.

Gut zu wissen: Ein Computer kann keinen Freitext auswerten! Die Tippfehlerquellen sowie unterschiedliche Schreibweisen für ein und dieselbe Sache machen eine standardisierte Auswertung bei Freitext zu komplex, um es technisch handhabbar zu machen.

Beispiel für ein E-Testing: ► Bundeszentrale für politische Bildung

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Das sind schlicht und einfach Filme, sie werden manchmal auch Lernvideos genannt. In Verbindung mit E-Learning spricht man gerne von Erkärfilmen, weil den Lernenden etwas erklärt wird. Das kann in Form einer Dokumentation sein, als animierter Film oder Kurzvortrag mit einer Art Power Point oder sonstigen Visualisierungen im Hintergrund.

Kurze Erklärfilme lassen sich hervorragend als Learning Nugget oder Lerneinheit in einem Lernprogramm einsetzen, sollten aber immer für sich alleine genommen Sinn machen.

Beispiele für Erklärfilme finden sich auf der VAk-Internetseite: ► Liste mit Erklärvideos aufrufen

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Der Begriff „Wiki“ hat sich als Abkürzung aus „Wikipedia“ entwickelt, der bekannten Internetanwendung. In s.g. Wikis wird Wissen gesammelt, man kann schnell mal etwas nachschlagen und sich einen Überblick verschaffen. Insofern haben Wikis jeglicher Art in der Zwischenzeit Enzyklopädien wie den guten alten Brockhaus ersetzt.

Wikis haben den Vorteil, dass sie schnell geändert werden können – im Gegensatz zu einem gedruckten Buch. Die Qualität eines Wikis hängt stark davon ab, wer die Inhalte erstellt hat.

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PDF ist ein Dateiformat und heißt „portable document format“, übersetzt „übertragbares“ oder „transportables“ Dokumentenformat.

Ein PDF wir meistens aus bestehenden Dokumenten erstellt, z.B. aus einem Textverarbeitungsprogramm wie MS Word, und sie können mit dem entsprechenden Reader (= Software zum Öffnen und Lesen eines PDFs) auf jedem Endgerät genutzt werden – egal, ob Computer, Notebook, Touchpad wie das iPad oder Smartphone.

PDFs können auch als Formular erstellt werden mit ausfüllbaren Feldern. Viele Behörden nutzen diese Möglichkeit bereits.

Beispiel für PDFs: Die Lehrbriefe auf der VAk Internetseite

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E-Book heißt „elektronisches Buch“. Gemeint ist damit ein digitales Buchformat, in das auch multimediale Elemente und – je nach Technologie – Animationen und Interaktionen integriert werden können. Im Gegensatz zu ihren gedruckten Brüdern und Schwestern können E-Books z.B. Filme enthalten. Das macht sie für viele attraktiv.

Einige Menschen tun sich mit der Umstellung vom Buch auf E-Books schwer und haben lieber noch das echte Papier in der Hand. Das ist ok, jede/r wie sie oder er mag. Der Vorteil an der Medienvielfalt ist, dass man es sich aussuchen kann.

Um ein E-Book öffnen zu können, braucht man auch hier einen speziellen Reader wie beim PDF oder ein entsprechendes Endgerät. Die Technologie ist leider noch nicht standardisiert. Für Blended Learning im VL II werden auch E-Books eingesetzt und damit alles reibungslos läuft, wird hierfür ein Standard definieren.

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  • Ein Audio-Podcast ist eine Art Hörspiel oder vergleichbar mit einem Radiobeitrag.
  • Ein Video-Podcast ist ein Film, der übers Internet veröffentlicht wird.

Der Begriff setzt sich aus dem englischen Wort “Broadcasting” für “Rundfunkübertragung” und der Bezeichnung für das tragbare Musikabspielgerät (mp3-Player) “iPod” zusammen, der zum Entstehungszeitpunkt der Wortschöpfung auf den Markt kam.

  • mp3 ist ein Dateiformat für Audio-Dateien.
  • mp4 ist ein Dateiformat für Film-Dateien.
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LMS heißt Learning Management System, womit eine s.g. Lernplattform gemeint ist. Das ist eine internetbasierte Software, in die sich die Lerner/innen einwählen können, um dort ihren Lernplan, alle Lernangebote und digitalen Medien sowie sonstige Informationen aufzufinden. Auch die Lernbegleiter/innen organisieren ihren Unterricht über ein LMS und können dort die virtuelle Kommunikation und Zusammenarbeit der Lern- oder Unterrichtsgruppe moderieren, Termine für Webinare einstellen und Diskussionen über Chats oder Foren führen.

Ein LMS ist rund um die Uhr zugänglich, ein Vorteil für die Selbstlernphasen. So kann sich jede/r aussuchen, wann sie/er lernen möchte. Alles, was wichtig ist, steht zentral an einer Stelle und ist jederzeit verfügbar. Deshalb spricht man zwischenzeitlich auch von der Methode JiTT, Just in Time Teaching, womit bedarfsorientiertes Lernen gemeint ist versus Lernen „auf Vorrat“. Ein LMS kann auch als eine Art Wissensspeicher dienen, in dem man bei Bedarf Antworten findet und schnell mal etwas nachschlagen kann.

In einem LMS können s.g. Lernpfade angelegt werden. Das heißt: Wenn ein Bildungsangebot aus mehreren Modulen oder Bausteinen besteht, die aufeinander aufbauen, wird dieser Lernpfad im LMS dargestellt. So weiß man immer, was noch zu tun ist oder was schon erledigt ist.

Blended Learning im VL II wird mit dem LMS der VAk veranstaltet, der s.g. Lernwelt.

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CMS heißt Content Management System, übersetzt „Inhaltsverwaltungssystem“, womit eine Software gemeint ist, mit der internetfähige Seiten erzeugt werden können. Verlage nutzen schon lange diese Systeme, um Zeitungen oder Zeitschriften zu erstellen und daraus auch gleichzeitig Veröffentlichungen für ihre Internetseiten zu generieren. Synonym spricht man deshalb auch von einem Redaktionssystem. Der Vorteil: Ein CMS ist webbasiert verfügbar und man kann im Team gemeinsam an einer Sache arbeiten. Außerdem benötigt man keine Programmierkenntnisse, um mit einem CMS etwas auf die Beine zu stellen. Das spart Ressourcen und Zeit.

Im E-Learning nennt man diese Software oft „Autorensystem“ und es werden i.d.R. Lernprogramme damit erstellt. Diese Lernprogramme können dann mit einem LMS verknüpft werden. Eine Schnittstelle zwischen dem Lernprogramm und dem LMS ermöglicht, dass die Lernaktivitäten aufgezeichnet (getrackt) werden. Dadurch haben die Lernenden jederzeit einen Überblick, wie weit Sie mit der Bearbeitung gekommen sind.

Für alle, die es interessiert: Die derzeit gängige Schnittstelle nennt man „Scorm“: Sharable Content Object Reference Model. Es handelt sich dabei um einen Standard für den Datenaustausch zwischen einem LMS und einem Lernprogramm. Was genau ausgetauscht werden soll, kann definiert werden. Die s.g. Trackingdaten der Lernenden sind in großen Organisationen von Betriebs- oder Personalrat zustimmungspflichtig.

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Virtual Classroom heißt übersetzt „virtueller Klassenraum“. In einem LMS wird eine geschlossene Gruppe eingerichtet, zu der nur die Lernenden und die Lehrkräfte über ihre Login-Daten Zugang haben. Man kann das mit einem echten Klassenraum vergleichen, in den alle hinein gehen und die Türe hinter sich zu machen. Was dort passiert, können nur diejenigen sehen und hören, die in dem Raum drin sind. Dort finden dann zum Beispiel Chats, Diskussionen im Forum, Gruppenarbeiten oder Webinare statt. Auch Dokumente können untereinander ausgetauscht werden.

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Chat (übersetzt: Gespräch), ist eine Form der gleichzeitigen (synchronen) Unterhaltung übers Internet mittels Textnachrichten. Eine Chat-Funktion ist Bestandteil eines LMS. Wer facebook, whatsapp oder andere s.g. Messenger-Dienste benutzt, kennt Anwendungen dieser Art bereits.

Wie in der echten, gleichzeitigen Unterhaltung per Telefon oder im persönlichen Gespräch sind die Nachrichten in Chats „flüchtig“. Die Technik macht es jedoch möglich, ein s.g. Chatprotokoll abzuspeichern und die Unterhaltung nachträglich allen zur Verfügung zu stellen. Dadurch kann der Gesprächsablauf jederzeit noch einmal nachgelesen werden.

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Ein Forum arbeitet ähnlich wie ein Chat, jedoch findet die Unterhaltung zeitversetzt (asynchron) statt. Üblicherweise werden Leitthemen oder Fragen in ein Forum gestellt und jede/r kann darauf antworten, wenn sie/er Zeit hat. Ein Forum eignet sich deshalb im E-Learning hervorragend als Diskussionsrunde und für Gruppenarbeiten, die für einen bestimmten Zeitumfang angesetzt sind. Üblicherweise können einer Unterhaltung auch Dokumente hinzugefügt werden.

Die Diskussionsinhalte eines Forums bleiben der Lerngruppe erhalten, so dass man einen Gesprächsablauf jederzeit noch einmal nachlesen kann.

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Webinar ist eine Wortschöpfung aus „Web“, synonym für Internet (World Wide Web = weltweites Netz), und „Seminar“ und bedeutet, dass der Unterricht oder das Seminar unter Leitung einer Lernbegleiterin oder eines Lernbegleiters übers Internet stattfindet. Synonym wird manchmal auch „Teleteaching“ verwendet und die werden als Lernbegleiter/in als „Teletutoren“ bezeichnet.

Oft sind die Lehrkräfte aus dem Präsenzunterricht auch gleichzeitig die Lernbegleiter/innen. Alle können sich über eine Webcam (= Kamera am Computer) sehen, sich über Kopfhörer und Mikrofon unterhalten, es können Präsentationen gezeigt werden und es kann zusammen in Echtzeit an einem Dokument gearbeitet werden … nur, um eine Auswahl an interessanten Funktionen zu nennen.

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Eine Cloud, übersetzt Wolke, soll eins der ältesten Sinnbilder der Informationstechnologie sein. Nehmen wir das einfach mal so hin.

Heutzutage ist mit einer Cloud das Angebot auf einem zentralen Computer (= Server) gemeint. Man muss nicht mehr alles lokal auf dem eigenen Computer oder Notebook installieren oder speichern und kann s.g. Cloud-Dienste nutzen. Diese kümmern sich dann auch darum, dass meine Daten regelmäßig gesichert werden (Backup) und man übers Internet von überall auf der Welt darauf zugreifen kann.

Diese Funktionen gab es schon, bevor sich die Bezeichnung „Cloud“ etabliert hat. Die Branche erfindet immer wieder mal neue Begriffe oder sie werden im Marketing aufgegriffen, weil es sich gut anhört und werbewirksam ist.

Deutsche Firmen und Organisationen bevorzugen übrigens den Betrieb ihrer Cloud von einem europäischen oder deutschen Server. Nach einigen Skandalen und restriktiveren Datenschutzregelungen geht man davon aus, dass die abgespeicherten Daten dort sicherer sind als irgendwo anders auf der Welt. Technisch ist es egal, wo die Daten im Internet oder in einer Cloud gespeichert sind.

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Ohne auf die Geschichte dieser Wortschöpfung einzugehen: Gemeint ist damit die „nächste Generation“ des Internets, durch das mehr Interaktivität und mehr Multimedialität möglich wurde. Mit den vielen s.g. Social Media-Angeboten, also der Kommunikations- und Interaktionsmöglichkeit mit anderen, war es seinerzeit ein neuer digitaler Meilenstein zu dem vorherigen, sehr statischen Internet. Die Wortschöpfung mit 2.0 ist zwischenzeitlich geflügeltes Wort auch in anderen Zusammenhängen.

Manche sprechen auch von Web3.0 und Web4.0 und ähnlichen Wortschöpfungen … damit sind die nächsten Entwicklungsstufen gemeint. Dies wird aufgrund seiner Komplexität hier jedoch nicht weiter ausgeführt.

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Mobile Learning wird in Anlehnung an E-Learning auch M-Learning genannt. Es ist vergleichbar mit E-Learning, bezieht sich aber als Distributionskanal auf alle mobilen Endgeräte. Diese haben einen kleineren Bildschirm und sie verarbeiten die Daten (noch) nicht so schnell wie ein Computer, vor allem nicht über mobile Verbindungen, die je nach Vertragspartner und Aufenthaltsort sehr unterschiedlich ausfallen können. Das am meisten verbreitete mobile Endgerät ist derzeit das Smartphone.

Man kann die Methodik/Didaktik von E-Learning nicht 1:1 auf M-Learning übertragen, dafür sind die technischen und praktischen Einschränkungen (noch) zu groß. Die Zeit wird zeigen, wie es sich weiterentwickeln wird.

Interessante Angebote für mobile Endgeräte sind speziell entwickelte Apps. App ist die Abkürzung für „Application“, womit eine Anwendung im Sinne einer Software gemeint ist. App-Entwicklung ist (noch) eine sehr kostenintensive Sache und wird deshalb im M-Learning selten eingesetzt. Auch wird von Personalabteilungen die Ergonomie für die Arbeit und das Lernen mit mobilen Endgeräten in Frage gestellt. Die Akzeptanz für M-Learning ist hierzulande noch nicht hoch.

Eine interessante Anwendung für M-Learning ist für das eigene Zeitmanagement eine Benachrichtigungsfunktion, z.B. per SMS. So könnte man, wie heute bei manchen Ärzten oder bei der KfZ-Zulassung üblich, an einen bevorstehenden Termin erinnert werden, zum Beispiel ein Webinar. Für diese Funktion sind jedoch technische Voraussetzungen zu erfüllen, die ein LMS i.d.R. heutzutage noch nicht erfüllt. Auch müssten sich die Lernenden mit ihren privaten Smartphones für diesen beruflichen Zweck registrieren – ebenfalls eine Sache, die nicht im Sinne einer jeden Personalabteilungen ist.

Für Blended Learning im VL II ist aus verschiedenen Gründen nicht vorgesehen, M-Learning einzusetzen.

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Die treibende Kraft im Internet waren die Amerikaner. Ursprünglich sprach man mal von einem Internetwork, also einem Netzwerk, in dem Computer untereinander verbunden sind.

Der Vorläufer des Internets war das Arpanet, ein Projekt des US-Verteidigungsministeriums. Es wurde ursprünglich zur Vernetzung von Forschungseinrichtungen und Universitäten eingesetzt und damit diese besser und schneller zusammen arbeiten können. Anfang der 1980er Jahre wurde die Technologie angepasst, damit sie auch für zivile und kommerzielle Nutzung möglich ist. Ab ca. Anfang der 1990er Jahre stand das Internet für jeden zur Verfügung.

Die Technologie basiert auf englischer Sprache. Das merkt man zum Beispiel bis heute daran, dass bestimmt Sonderzeichen als Internetadresse nicht oder nur mit Einschränkung möglich sind. Auch findet man manchmal komische Zeichen oder Zeichenfolgen auf Internetseiten – das liegt dann daran, dass für die korrekte Darstellung von Sonderzeichen etwas nicht richtig programmiert wurde. Sonderzeichen in der deutschen Sprache sind z.B. ä, ö, ü, ß.

Viele neue Entwicklungen rund um das Internet kommen ebenfalls aus Amerika. So haben sich, wie auch im Marketing, viele Anglizismen etabliert. Zwischenzeitlich gibt es Wortschöpfungen, die die englische Sprache ursprünglich nicht kennt. Zum Beispiel „Webinar“.

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  • Blog: vergleichbar mit einem Forum; wird oft als „Tagebuch“ im Internet genutzt
  • Emoticons: Zeichen oder Zeichnungen, die in der schriftlichen Kommunikation (z.B. über Chat oder Forum) Stimmungs- oder Gefühlszustände ausdrücken.
  • Filesharing: übersetzt „Dokumente teilen“ = Anwendung, um Dokumente untereinander auszutauschen
  • Netiquette: Wortschöpfung aus „Internet“ und dem französichen „Etiquette“ = Verhaltensregeln für die Kommunikation übers Internet.
  • Upload: Eigene Dateien im Netzwerk, z.B. einer Cloud, hochladen und zentral sichern
  • Download: Andere Dateien aus dem Netzwerk, z.B. einer Cloud, herunterladen und lokal sichern
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Stimmen und Meinungen zu "Blended Learning im VL II"

Wir haben uns umgehört und sind mit vielen Menschen im Gespräch, die direkt oder indirekt von dem Verwaltungslehrgang II profitieren. Wie ist die Meinung zu unserem Projekt und dem neuen Blended Learning-Konzept?

Antje Winkler, Projektleiterin "Blended Learning im VL II"

Frau Winkler
Bild: Antje Winkler

Blended Learning – Vielseitig, individuell, wirkungsvoll!

Ich arbeite gern am Projekt „Blended Learning im VL II“, denn

  • mit Blended Learning eröffnet die VAk neue, innovative und vielseitige Möglichkeiten für die Bildung. Wir legen großen Wert auf die perfekte Abstimmung von Präsenz- und e-Learning- Phasen und einen breitgefächerten Medienmix. Der Mischung ist entscheidend!
  • als Projektleiterin habe ich die Möglichkeit, die Transformation bei der VAk von Anfang an zu betreuen und aktiv zum Gelingen des Projektes beizutragen.
  • die Mischung von Präsenz- und Distanzlernphasen kommt vielen Hörer*innen entgegen. Sie können neben den terminierten Veranstaltungen selbst entscheiden, wie, wann und wo sie lernen möchten, sie können jederzeit auf eine Bibliothek digitaler Lernmedien zurückgreifen und sich virtuell mit ihrer Lerngruppe treffen.
  • als Lehrgangsbetreuerin des VL II freue ich mich darauf, den Hörer*innen auf dem neuen Lernweg und auch den Dozenten*innen in ihrer neuen Rolle als Lernbegleiter*innen zur Seite zu stehen.

Mit Blended Learning können wir wirkungsvoll die Anzahl an qualifizierten Arbeitskräften in der Berliner Verwaltung erhöhen. Denn es ermöglicht uns höhere Teilnehmer*innen-Zahlen, wodurch der Bedarf an Lehrgangsplätzen für den VL II besser gedeckt werden kann.