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Fluglärmschutzbereiche 2013

Zusammenfassung

34,7 Millionen Fluggäste passierten die Berliner Flughäfen im Jahr 2018. Damit ist die Stadt der drittgrößte Flughafenstandort in Deutschland. Vor allem der Triebwerkslärm der Flugzeuge lässt den Geräuschpegel in der Nähe der Start- und Landebahnen steigen.

Das Gesetz zum Schutz gegen Fluglärm (FluLärmG) schreibt vor, dass für alle Verkehrs- und Militärflughäfen Lärmschutzbereiche ausgewiesen werden müssen. Dort dürfen zum Beispiel keine Krankenhäuser, Altenheime und ähnliche Einrichtungen gebaut werden, Wohnungen nur eingeschränkt und mit Schallschutzmaßnahmen.

Die Lärmschutzbereiche werden auf Grundlage genormter Geräuschmessungen ausgewiesen und bestehen aus zwei Schutzzonen für den Tag sowie gegebenenfalls einer zusätzlichen Nachtschutzzone. Lage und Größe der Bereiche legt die Landesregierung fest.

Der geplante Flughafen Berlin-Brandenburg (BER) muss außer den gesetzlichen Anforderungen noch weitere Lärmschutzvorgaben erfüllen, die sich aus der Planfeststellung 2004 und der Planergänzung 2009 ergaben. So haben Anwohnende innerhalb des Tagschutzgebietes zum Beispiel Anspruch auf finanziellen Ausgleich oder den Einbau von Schallschutzmaßnahmen. Diese sollen dafür sorgen, dass im Inneren von Gebäuden der Geräuschpegel tagsüber nicht über 55 Dezibel steigt.

Ein Hinweis: In den Kartenjahrgängen ist neben den derzeitigen Lärmschutzbereichen in der Stadt auch der ehemalige Schutzbereich am Flughafen Tempelhof (THF) verzeichnet, der 2008 geschlossen wurde. Der Lärmschutzbereich am Flughafen Tegel (TXL) wird spätestens sechs Monate nach Betriebsbeginn des BER aufgehoben.