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Freiflächenentwicklung 2010

Datengrundlage

Die als wesentliche Grundlage verwendete Umweltatlaskarte 06.03 Freiflächenentwicklung seit 1950 aus dem Jahr 1985 zeigt für West-Berlin Freiflächenverluste der Zeitabschnitte 1950-1970, 1970-1980 und 1980-1984, und Freiflächengewinne basierend auf dem Freiflächenbestand von 1984 (Maßstab 1:50.000). Der verwendete Stadt-Atlas, Berlin in der Tasche um 1950 und 1970 (Maßstab 1:20.000-25.000), der Berliner Stadtatlas 1975 (Maßstab 1:8.000) und der Buchplan Berlin Hauptstadt der DDR 1980 (Maßstab 1:25.000) dienten der Erfassung des Freiflächenbestandes der Jahre 1950, 1970 und 1980 für Ost-Berlin. Dem Euro-Großraumstadtatlas Berlin 1990, und dem Berlin Stadtplan 1991 (Maßstab 1:20.000 bzw. 1:25.000-35.000) wurde der Freiflächenbestand 1990 in Ost- und West-Berlin entnommen.

Die parallel zur vorliegenden Karte erarbeiteten Umweltatlaskarten 06.01 Reale Nutzung der bebauten Flächen und 06.02 Grün- und Freiflächenbestand wurden zur Definition und Abgrenzung des Freiflächenbestands und der Freiflächenverluste und -gewinne herangezogen. Diese Karten stellen den Grün- und Freiflächenbestand auf Block- bzw. Blockteilebene dar. Zur Erfassung des Freiflächenbestands 1990 wurden außerdem die Infrarot-Luftbilder der Befliegung von August 1990 verwendet. Sie liegen in zwei verschiedenen Aufnahmemaßstäben vor, für West-Berlin und den ehemals grenznahen Bereichen im Maßstab 1:4.000 und im Gebiet von Ost-Berlin im Maßstab 1:6.000.

Für die Ermittlung der Freiflächenverluste und Gewinne der Dekade von 1990 bis 2000 und 2000 bis 2005 wurden die Informationen der Geo-Datenbank “Flächen mit gesamtstädtisch bedeutenden Veränderungspotenzialen” des Referates Stadtentwicklungsplanung und Bodenwirtschaft, der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung herangezogen. Basierend auf dem mit dem FNP-Beschluss 1994 vom Abgeordnetenhaus erteilten Auftrag, die Rahmenbedingungen regelmäßig zu überprüfen, wird hier die tatsächliche Inanspruchnahme von Flächen dokumentiert. Erfasst werden Flächen mit Mindestpotenzialen von 100 Wohneinheiten, 10.000 m2 Bruttogeschossfläche (BGF) für Dienstleistungen, 5.000 m2 Einzelhandels-Verkaufsfläche, 1 ha Gewerbe-Grundfläche oder 3 ha Grün bzw. Wald. Beschrieben werden unter anderem die Vornutzung, die geplante Nutzung sowie die voraussichtliche und tatsächliche Fertigstellung. Um den tatsächlichen Stand der Flächeninanspruchnahme abzubilden, wurden auch Projekte berücksichtigt, deren Realisierung bereits begonnen, aber noch nicht abgeschlossen ist.

Für die Überprüfung veränderter Flächen und die Ermittlung des Freiflächenbestandes 2005 wurden digitale Orthophotos 1:5.000, Befliegung 2004 (Abt. III) verwendet.

Für die Fortschreibung der Ausgabe 2013 wurden die Umweltatlaskarten 06.01 Reale Nutzung der bebauten Flächen und 06.02 Grün- und Freiflächenbestand Ausgabe 2011, mit dem Sachdatenstand 2010 verwendet.