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Verkehrsbedingte Luftbelastung durch Benzol, Stickoxide und Dieselruß

Zusammenfassung

Auf Berlins Straßen ist viel los: Mehr als 1.452.000 Kraftfahrzeuge sind in der Hauptstadt zugelassen – mit steigender Tendenz (AfS 2020). Und auch der Straßen-Güterverkehr wird zukünftig noch wachsen. Gründe dafür sind unter anderem der weitere Ausbau des gemeinsamen Lebens- und Wirtschaftsraums Berlin-Brandenburg, die intensiven internationalen Wirtschaftsverflechtungen und die besondere Verbindung zu Osteuropa.

Mobilität hat jedoch immer einen Nachteil: Der Kraftfahrzeugverkehr ist mittlerweile der größte Verursacher von Luftverschmutzung in Berlin. Schadstoffe kommen unter anderem aus dem Auspuff aller Fahrzeuge und werden an Tankstellen freigesetzt. Besonders stark betroffen ist die Innenstadt. Drei entscheidende Luftschadstoffe sind Benzol, Dieselruß und Stickstoffdioxid. Das industrielle Lösungsmittel Benzol gilt dabei als besonders gesundheitsgefährdend. Es verursacht Knochenmarksschädigungen, Leukämien und Lymphome. Dieselruß birgt ein Krebsrisiko und gilt als mögliche Ursache für Lungen- und Blasenkarzinome. Stickstoffdioxid reizt die Schleimhäute im Atemsystem und erhöht unser Infektionsrisiko.

Weil diese drei Schadstoffe unsere Gesundheit und die Umwelt in großem Maße gefährden, behält Berlin ihren Anteil in der Luft konsequent im Auge. Hier finden Sie alle Daten, Karten und Arbeitsergebnisse zu den Emissionen (Ausstoß) und Immissionen (Einwirkung auf die Umwelt) von Benzol, Dieselruß und Stickstoffdioxid aus dem Jahr 1993 in Berlin.