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Verkehrsbedingte Luftbelastung durch Kohlenwasserstoffe

Zusammenfassung

Wer alle Straßen Berlins abfahren will, hat eine Strecke von etwa 5.400 Kilometern vor sich. Rund 1.453.000 Fahrzeuge sind hier unterwegs – Tendenz steigend (AfS 2020). Auch der Güterverkehr nimmt stetig zu: Ob Lebensmittel, Abfälle oder ganze Häuserteile – es gibt kaum ein Gut, das nicht durch Berlin transportiert wird (SenUVK). Der Verkehr ist Hauptverursacher der Luftverschmutzung in der Metropole.

Eine ganze Reihe unterschiedlicher Schadstoffe setzt dadurch Mensch und Umwelt zu. Eine spezielle Rolle spielen die Kohlenwasserstoffe. Sie sind besonders gesundheitsschädigend und entstehen, wenn Kraftstoffe unvollständig oder gar nicht verbrannt werden. Zudem werden wesentliche Mengen über den Motor freigesetzt, zum Beispiel durch Verdunstung des Benzins.

In den vergangenen Jahrzehnten wurde viel getan, um die Berliner Luft zu verbessern: Fahrzeuge mit Zweitaktmotoren wurden aussortiert, technische Entwicklungen wie der Drei-Wege-Katalysator und verbesserte Kraftstoffe ließen die Kohlenwasserstoff-Emissionen in den vergangenen 20 Jahren fast auf die Hälfte schrumpfen.

Um die Schadstoffbelastung durch den Verkehr jederzeit genau im Blick zu haben, gibt es das Emissionskataster Kraftfahrzeugverkehr. 1993 entstand so zum ersten Mal ein geschlossenes Bild über die Schadstoffbelastung in ganz Berlin. Hier finden Sie Karten und Daten zu dem Thema.