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Stickoxide - Emissionen und Immissionen 1991

Zusammen­fassung

Berlin steht niemals still. Rund um die Uhr fahren Autos und Kraftwerke versorgen uns mit Energie. Was uns das Leben leichter macht, bringt auch Gefahren mit sich – zum Beispiel Stickoxide. Die schädlichen Luftschadstoffe entstehen vor allem bei Verbrennungsprozessen in Kraftwerken und großen Industriefeuerungsanlagen sowie in Motoren.

Ihre Wirkung auf uns ist folgenreich: Sie reduzieren die Lungenfunktion, schädigen die Schleimhäute, können das Infektionsrisiko erhöhen und zu Asthma- und Atembeschwerden führen. Auch der Umwelt schaden die giftigen Stoffe. Sie lassen Pflanzen gelb werden, sorgen dafür, dass Böden und Gewässer versauern, greifen Bauwerke an und fördern in Hitzeperioden die übermäßige Bildung von Ozon und anderen gesundheitsschädlichen Oxidantien.

Die Berliner Luft wird an 17 Stationen kontinuierlich überwacht, für Stickoxid darüber hinaus an weiteren 42 Stellen abgeschätzt. Um die Stickoxidbelastung flächendeckend im Blick zu behalten und ihre Ursachen beurteilen und bekämpfen zu können, führt der Senat Emissionskataster für die Hauptverursachergruppen Industrie, Verkehr und Hausbrand, also die Verwendung von Brennstoffen in Privathaushalten und kleinen Betrieben.

Auch ein Blick in die Vergangenheit ist möglich – mit Daten und Kartierungen über den Ausstoß von Stickoxiden aus den Jahren 1991 und 1995. Die Langzeitentwicklung der Stickoxidemission in Berlin ist bisher uneinheitlich verlaufen. Nach Erfolgen in den 90er Jahren verbleiben die Immissionen bis heute auf einem relativ hohen Niveau, zum Teil werden weiterhin Grenzwerte überschritten.