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Stäube – Emissionen und Immissionen 1991

Methode

Die ermittelten Staubemissionen werden auf 1 × 1 km-Flächen sowohl als Farbraster als auch als absoluter Wert dargestellt.

Bei der Beurteilung der hier dargestellten Gesamtstaubanteile muss jedoch beachtet werden, dass es sich nur um die Mengen der bereits bei der Emission partikelförmigen Staubanteile handelt. Ein großer Teil der später als Immissionen erfassten Stäube wird – wie in der Problemstellung geschildert – gasförmig emittiert und entsprechend in die Emissionsberechnungen der übrigen Stoffe (Schwefeldioxid, Stickoxide und organische Gase) einbezogen und dort auch mengenmäßig dargestellt.

Die Darstellung der gemessenen Immissionen erfolgt für Schwebstaub und die Schwebstaub-Inhaltsstoffe in einer gegenüber dem Umweltatlas von 1985 veränderten Form. Soweit vorhanden, wurden die Grenzwerte IW1 und IW2 der TA-Luft 1986 als Klassenwert für die Abgrenzung der höchsten Klasse gewählt.

Aufgrund der verhältnismäßig gleichförmigen Verteilung und der hohen Messpunktdichte kann analog zu dem Vorgehen bei den gasförmigen Immissionen eine flächenhafte Verteilung dargestellt werden. Die Interpolation erfolgte per Hand (Karten 03.04.2 und 03.04.3). Zusätzlich sind die jeweiligen Werte der BLUME-Messstationen dargestellt.

Die Schwebstaubinhaltsstoffe Blei und Cadmium (Karten 03.04.5 und 03.04.6) werden messpunktbezogen als farbiger Klassenwert und zugeordneter gerundeter Einzelwert wie der Staubniederschlag dargestellt. Die nur geringe Anzahl der Messpunkte erlaubt nach heutigem Kenntnisstand keine Verwendung raster- oder gar flächenhafter Darstellungen.

Für die Bewertung der punkthaft abgebildeten karzinogenen Schwermetalle im Schwebstaub (Karte 03.04.4) musste auf aktuelle Richt- und Orientierungswerte unterschiedlicher Quellen zurückgegriffen werden, da hierfür keine Grenzwerte der TA-Luft vorliegen. Die Richtwerte sind gegenüber der Umweltatlas-Karte von 1985 jedoch z. T. beträchtlich herabgesetzt. Die Darstellungen erfolgen als Balkendiagramme jeweils gemeinsam für alle vier abgebildeten Stoffe.

Auswertung und Darstellung des Staubniederschlages und seiner Inhaltsstoffe berücksichtigen unverändert gegenüber der Darstellung im Umweltatlas 1985 nur Messpunkte mit Klassen- und gerundetem Einzelwert. Die deutliche Abhängigkeit der Immissionen von der Nähe zum Verursacher lässt auch hier keine flächenhafte Darstellung zu. Durch Symbole verdeutlicht wird nunmehr jedoch, inwieweit es sich um einen Messpunkt in unmittelbarer Nähe oder auf Mittelstreifen von Hauptverkehrsstraßen handelt.