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Schwefeldioxid – Emissionen und Immissionen 1995

Zusammenfassung

Wir haben es kuschelig warm im Winter und können nachts das Licht anknipsen. Ohne Energie wäre das Leben deutlich ungemütlicher. Doch wenn Raffinerien und Kraftwerke Kohle und Öl verbrennen, entstehen Schadstoffe wie Schwefeldioxid (SO2). Das Gas reizt die Schleimhäute, kann zu Atemwegsproblemen führen und Pflanzen schädigen. Auch das Ökosystem leidet: Böden und Gewässer können versauern. Sogar Bauwerke nehmen Schaden.

Berlin ist sich dessen bewusst und handelt seit Jahrzehnten. Durch die Sanierung und Stilllegung von Industrieanlagen und die Installation von Rauchgasentschwefelungsanlagen in Kraftwerken ist die Belastung durch Schwefeldioxid in den vergangenen 25 Jahren deutlich gesunken. Seit 2004 hat sich die Schwefeldioxid-Immission – also die Schadstoffbelastung in der Außenluft – im Stadtgebiet auf Jahresmittelwerte zwischen zwei und vier Mikrogramm pro Kubikmeter (µg/m³) eingependelt. Damit ist die Konzentration von Schwefeldioxid im Vergleich zu 1989 um 96 Prozent zurückgegangen (SenUVK).

Der früher als Hauptindikator für die Luftbelastung geltende Stoff gilt daher als erfolgreich eingedämmt. Trotzdem werden die Werte zusammen mit anderen Luftschadstoffen weiterhin beobachtet. Denn bis zum Jahr 2050 will Berlin klimaneutral werden, deshalb werden seit geraumer Zeit auch die CO2-Emissionen bei der Energieerzeugung und im Verkehr reduziert.

Hier erhalten Sie Einblick in die Kartierung der Schwefeldioxid-Emissionen aus den Jahren 1991 und 1995 – eingeteilt in Verkehr, Industrie und Hausbrand, also die Verwendung von Brennstoffen in Privathaushalten und kleinen Betrieben.