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Organische Gase und Dämpfe - Emissionen und Immissionen 1991

Zusammenfassung

Sie sind unsichtbar, aber dennoch gefährlich: organische Gase. So wird eine Vielzahl gasförmiger Kohlenwasserstoffverbindungen bezeichnet. Sie entstehen im Straßenverkehr oder, wenn Holz, Kohle oder Öl unvollständig verbrannt werden. Die Wirkung dieser Gase auf die Gesundheit und die Umwelt ist folgenreich: Weil sie schlecht abgebaut werden, reichern sie sich in Organismen an – mit zum Teil schwerwiegenden Konsequenzen: Einige der Stoffe sind krebserregend und können das Erbgut verändern (UBA 2016).

Grund genug, die Kohlenwasserstoffbelastung in der Berliner Luft genau im Blick zu haben. Die Gase lassen sich aber schwer eingrenzen und messen – die Anzahl möglicher Kohlenwasserstoffverbindungen ist zu groß. Deshalb fokussieren sich die Untersuchungen im Umweltatlas auf die Summe der Kohlenwasserstoffe und als Einzelkomponente auf das stark giftige Benzol, das im Benzin steckt.

Die drei Hauptverursacher von Kohlenwasserstoffverbindungen sind Industrie, Verkehr und Hausbrand, also Brennstoffe in Privathaushalten und kleinen Betrieben. Für alle drei führt der Senat Emissionskataster. Dafür werden die Daten genutzt, die die Betreiber von Kraft-, Heizkraft- und Heizwerken sowie Industrieanlagen alle vier Jahre vorlegen müssen. Das Emissionskataster Verkehr basiert auf Verkehrszählungen und Angaben über den Kraftfahrzeugbestand sowie die mittlere Fahrleistung der Fahrzeuge. Für die kleinen Heizungsanlagen im Stadtgebiet, die unter den Begriff Hausbrand fallen, werden aufgrund von Gebäudedaten Abschätzungen vorgenommen. Hier finden Sie die Ergebnisse und Kartierungen aus den Jahren 1989 und 1991.