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Bodennahes Ozon 1995

Methode

Die zum Teil komplizierten Zusammenhänge zwischen Entstehung und Abbau von Ozon in den verschiedenen Schichten der Atmosphäre sowie dessen Wirkung auf die belebte und unbelebte Umwelt verdeutlicht die schematische Darstellung der Karte 03.06.1.

Karte 03.06.2 enthält die großräumige, durch Interpolation flächenhaft dargestellte Verteilung der Ozon-Maximalwerte von 1995 in Deutschland.

Zur Charakterisierung der Ozonbelastung in Berlin ist in Karte 03.06.3 die Häufigkeit der Überschreitungen von Richtwerten an den Berliner Messstellen im Jahr 1995 dargestellt.

Hohe Ozonkonzentrationen in der bodennahen Atmosphäre sind, wie die Karte 03.06.2 illustriert, offensichtlich ein überregionales Problem. Trotzdem stellt sich die Frage, ob und in welchem Umfang Ballungszentren von der Größe Berlins eine zusätzliche Produktion von Ozon im Stadtgebiet oder im Umland bewirken. Die Antwort darauf und auf die Frage, ob und welchen Beitrag kurzzeitige Maßnahmen zur Minderung des Ausstoßes an ozonproduzierenden Substanzen im Großraum Berlin zur Senkung der Ozonbelastung leisten können, war Ziel des gemeinsam mit dem Land Brandenburg durchgeführten Messprojektes “FluMOB” (Flugzeug- und Bodenmessungen von Ozon und Vorläuferstoffen zur Abschätzung der Wirksamkeit von emissionsmindernden Maßnahmen im Großraum Berlin-Brandenburg).

Wesentlicher Inhalt war die Messung von Ozon und anderer maßgeblicher Schadstoffe während einer typischen Ozonwetterlage vom 23.7. bis 27.7.1994, sowohl in Bodennähe als auch mit Flugzeugen in der freien Atmosphäre. Die Ergebnisse eines solchen Messfluges sind in den Karten 03.06.5 und 03.06.6 dargestellt, während die Entwicklung der großräumigen Ozonbelastung aus Karte 03.06.4 und der zeitliche Verlauf einiger in Berlin gemessener Parameter aus Karte 03.06.7 ersichtlich sind.

Die Frage nach der potentiellen Wirkung emissionsmindernder Maßnahmen lässt sich nur mit Hilfe einer Simulationsrechnung der Ozonkonzentration (für den 25.7.1994, 16.00 Uhr in der Karte 03.06.8) beantworten. Bei unveränderten sonstigen Randbedingungen lässt sich dann die Emission im Untersuchungsgebiet um beliebige Beträge (hier um 30 % für Stickoxide und Kohlenwasserstoffe) reduzieren. Die Auswirkung eines solchen Minderungsszenarios auf die Ozonverteilung ist schließlich in der Karte 03.06.9 dargestellt.