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Bodennahes Ozon

Zusammenfassung

Wir Menschen haben ein zwiespältiges Verhältnis zum Gas Ozon (O3): In der Stratosphäre – der zweiten Schicht der Erdatmosphäre – ist es unverzichtbar. Dort schützt es die Erde vor schädlicher ultravioletter Strahlung (UV). In Bodennähe gefährdet Ozon hingegen unsere Gesundheit und unser Ökosystem. Es sorgt für Augenreizungen, Leistungseinschränkungen und Probleme mit Atemwegen und Schleimhäuten. Auch Ernteverluste können die Folge sein.

Doch wie kann uns Ozon so nah kommen? Schuld daran ist der sogenannte Sommersmog – ein Schadstoffgemisch, das sich bei intensiver Sonneneinstrahlung in Bodennähe bildet und dessen Hauptbestandteil Ozon ist. Da der Klimawandel zu heißeren und trockeneren Wetterphasen führt, kann es in Berlin zu Sommersmog kommen – gerade wenn die Grenzwerte für Luftschadstoffe überschritten werden, als Folge steigen die Ozonwerte. Dazu tragen auch Autos bei, denn in ihren Abgasen befinden sich Stickoxide, aus denen wiederum Ozon entsteht. Die gute Nachricht: Die sukzessive Verschärfung der Grenzwerte im Rahmen der europäischen Abgasstufen hat schon zu einer deutlichen Verringerung dieser Emissionen geführt (BMU 2013). Im Jahr 2025 werden voraussichtlich alle Luftschadstoffgrenzwerte eingehalten.

In Berlin wird Ozon seit 1984 an einer Station im Wedding und seit 1987 kontinuierlich an mehreren Stationen des Berliner Luftgütemessnetzes (BLUME) gemessen. Heute gibt es acht Messstationen für Ozon, an denen auch andere Schadstoffe wie Schwefeldioxid und Stickoxide erfasst werden. Hier finden Sie Informationen und Kartierungen aus den 1990er-Jahren.