Inhaltsspalte

Temperatur in mäßig austauscharmen Strahlungsnächten 2000

Zusammenfassung

Städte haben im Sommer einen Nachteil im Vergleich zum Land: Häufig sind die Nächte heißer. Innenstädte speichern die Wärmestrahlung tagsüber und geben sie nachts nur reduziert wieder ab (UBA 2019). Da die Wärmebelastung unsere Gesundheit stark beeinflusst, wird ihre Entwicklung in Berlin stetig beobachtet und bewertet.

Um das Klima bestimmen zu können, sind die Parameter Temperatur, Wasserdampfgehalt, relative Luftfeuchte und Schwülegefährdung wichtig. Für den Westteil der Stadt liegen bereits seit 1985 Daten zu sogenannten Strahlungsnächten vor. Bei einer idealen Strahlungsnacht strahlt der Boden unentwegt Wärme ab und wird dadurch kälter – entsprechend auch die Luft darüber. Es entsteht ein angenehmes Klima. Die Daten im Umweltatlas beziehen sich auf Messungen, die zwischen 1981 und 1983 stattgefunden haben. Für den Ostteil wurden Daten zwischen Mai und September 1991 erhoben.

Die bis heute anhaltenden Messungen an den Klimastationen in Berlin ergeben, dass an heißen Strahlungstagen – also Tage mit viel Sonnenschein und wenigen Wolken – die höchsten Temperaturen in Kreuzberg, am Alexanderplatz und Hellersdorf auftreten. Nachts kühlt sich die Luft in Hellersdorf deutlich besser ab als in der Innenstadt. Im Grunewald sinkt die Nachttemperatur gegenüber Kreuzberg um mehr als 8 Grad Celsius tiefer ab. Insgesamt sind locker bebaute und stark durchgrünte Wohngebiete wie in Zehlendorf ganztägig klimatisch günstiger.

Sie möchten mehr über die nächtliche Wärmebelastung in Berlin erfahren? Hier finden Sie Informationen, Karten und Messergebnisse bis zum Jahr 2000. Weitere Informationen finden Sie hier.