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Blei und Cadmium im Boden 1991

Zusammenfassung

Der Boden in Berlin ist zum Teil erheblich mit Blei, Cadmium und anderen Schwermetallen belastet. Nicht nur bei Menschen, auch bei Tieren kann die übermäßige Aufnahme von Blei und Cadmium – etwa durch pflanzliche Nahrungsmittel – zu verschiedenen Erkrankungen führen. Welche Gebiete 1990 betroffen waren, lesen Sie auf den folgenden Seiten.

Als Ursachen für die Schwermetalle im Boden und in Pflanzen gelten insbesondere Ablagerungen aus ehemaligen Industrien oder Deponien, die Kontamination des Grundwassers durch belastete Abwässer und das Einbringen von schwermetallhaltigen Düngern. In der Nähe von Flughäfen und vor Einführung des bleifreien Benzins auch an stark befahrenen Straßen gibt es auch Schwermetalleinträge in den Boden aus der Luft.

Zwischen 1982 und 1990 wurden im Stadtgebiet verschiedene Messprogramme durchgeführt. Die Problematik bleibt aber auch weiterhin aktuell, denn Schwermetalle lassen sich nur im Rahmen einer Bodensanierung durch Abtragen der obersten Erdschichten entfernen. Das heißt viele Schwermetalle finden sich auch heute noch in der Erde. Karten zu Blei und Cadmium im Boden sowie Blei und Cadmium in Pflanzen zeigen die Situation bis 1990 an etwa 2.900 Messpunkten auf.

Die Auswertungen der oben genannten Messprogramme haben deutlich gemacht, dass im gesamten Berliner Stadtgebiet die Böden in Kleingärten zum Teil erheblich mit Blei und Cadmium angereichert sind. Auf allen ehemaligen Rieselfeldern wurden zu hohe Cadmium-Werte festgestellt. In diesen Karten erfahren Sie mehr zur Belastungssituation bis 1990.