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Flora und Fauna

Zusammenfassung

Berlin geht es wie wohl den meisten deutschen Großstädten: Intensivierte Landwirtschaft, fortschreitende Industrialisierung und zunehmende Bebauung des Stadtgebiets lassen die Vielfalt einheimischer Tier- und Pflanzenarten seit Mitte des 20. Jahrhunderts stark zurückgehen. Etwa die Hälfte der bisher wild lebenden Pflanzen- und Tierarten im Stadtgebiet ist bereits ausgestorben oder stark gefährdet.

Aufhalten lässt sich dieser Prozess, indem bestehende Lebensräume erhalten und neue qualitativ entwickelt werden. Wo sich in der Stadt diese Lebensräume, oder auch: Biotope, befinden und wie wertvoll sie eingestuft werden, sehen Sie in der Karte „Wertvolle Flächen für Flora und Fauna“.

Auf den ersten Blick fällt auf: Innerhalb des S-Bahn-Rings liegen wenige und nur sehr kleine Biotope, die als wertvoll oder besonders wertvoll eingestuft wurden. Neben den städtischen Brachen sind die meisten davon gärtnerisch geprägte Flächen, Parkanlagen oder Friedhöfe etwa. Etwas größere Flächen in Innenstadt-Nähe, die als wertvoll für Pflanzen und Tiere gelten, sind der Große Tiergarten sowie die Gelände auf dem Flughafen Tegel und dem ehemaligen Flughafen Tempelhof. Am Berliner Stadtrand werden die Biotope größer: In Spandau und Köpenick etwa bieten Wälder Pflanzen und Tieren wertvollen Lebensraum.