Schlösser richten sich auf Herbst und Winter ein

Schlösser richten sich auf Herbst und Winter ein

Nach einem ungewöhnlichen Sommer während der Corona-Pandemie werden Brandenburgs Schlösser auf die nächsten Monate und die Wintersaison vorbereitet.

Schloss Sanssouci

© dpa

«Es ist eine Herausforderung in diesem Jahr», sagte die Direktorin der Abteilung Schlossmanagement der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg, Kerstin Schilling. «Normalerweise haben wir Führungsbetrieb in den Häusern.» Diese Saison sei vieles anders. Derzeit plane man in kleinen Schritten, die Corona-Entwicklungen immer im Blick. Dort, wo es von den Räumlichkeiten her möglich sei, werden nun Führungen mit kleinen Gruppen angeboten - so beispielsweise im Schloss Königs Wusterhausen, der Herbstresidenz von König Friedrich Wilhelm I. (1713-1740), und im Schloss Caputh. Daneben solle es kleinere Veranstaltungen in und vor den Häusern geben, kündigte die Schlösserstiftung an.
Im Schloss Sanssouci in Potsdam werden derzeit alle zehn Minuten zehn Personen eingelassen, um die Abstandsregeln einzuhalten. Üblich waren 30 bis 40 Menschen alle fünf Minuten. Täglich besuchten rund 430 Menschen das Schloss. Zu normalen Zeiten seien es 1600 Besucher gewesen.

Mehr Menschen aus der Region besuchen Schlösser

Da Touristen aus dem Ausland ausblieben, besuchten mehr Menschen aus dem Umland die Häuser, sagte Schilling. Daher habe die Stiftung auch mit den Beschränkungen in Schlössern wie Rheinsberg oder Caputh gute Besucherzahlen. Vor dem Schloss Rheinsberg hätten sich während der Ferienzeit an schönen Tagen sogar Warteschlangen gebildet, sagte die Kulturmanagerin. Besucher hätten davon berichtet, wie schön es sei, die Häuser endlich einmal in Ruhe «mehr genießen» zu können. Der Andrang habe sich mit dem Ende der Sommerferien wieder eingependelt. Für die Schlösser Sanssouci und Cecilienhof müssen Besucher Tickets online kaufen. Die Tickets sind laut Stiftung über eine Woche im Voraus ausgebucht.

Schloss Glienicke und das Marmorpalais öffnen November wieder

Zwar bleiben die Besucherzahlen aller Voraussicht nach auch weiterhin auf eine bestimmte Anzahl begrenzt. Dafür werden aber weitere Häuser wieder öffnen. Das Schloss Glienicke und das Marmorpalais im neuen Garten in Potsdam stehen Besuchern ab November wieder offen. Die Häuser mussten wie auch weitere Einrichtungen im März mit Beginn der Pandemie schließen. Im Schlosstheater im Neuen Palais stehen ab dem 17. September für Goethes «Faust» wieder die ersten Schauspieler auf der Bühne. Der Weihnachtsmarkt vor dem alten Jagdschloss am Ufer des Grunewaldsees müsse in diesem Jahr ausfallen, sagte Schilling. Einen «weihnachtlichen Ersatz» soll es aber geben.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: 10. September 2020