East Side Gallery wird an Mauer-Stiftung übertragen

East Side Gallery wird an Mauer-Stiftung übertragen

Der Berliner Senat will die East Side Gallery samt landeseigener Grundstücke auf dem früheren Todesstreifen nahe der Oberbaumbrücke an die Berliner Mauer-Stiftung übertragen.

East Side Gallery

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Passanten sind an der East Side Gallery unterwegs.

Das beschloss die rot-rot-grüne Landesregierung am Dienstag, den 27. März 2018. Die East Side Gallery in Friedrichshain ist das längste noch erhaltene Stück der Mauer, die den Osten und Westen Berlins von 1961 bis 1989 teilte. Auf der Ostseite an der Mühlenstraße bemalten Künstler kurz nach dem Mauerfall auf einer Länge von 1,3 Kilometer den grauen Betonwall. Die Kunstmeile wurde zur Touristenattraktion. Inzwischen wurden durch Bauprojekte schon mehrmals Mauer-Elemente herausgetrennt.

Teilbebauung nicht mehr abzuwenden

Die Mauer-Stiftung lehnt zwar die weitere Bebauung des Uferstreifens zwischen der einstigen Mauer und dem Spreeufer ab. Die Politik habe anders entschieden, der im Jahr 2005 beschlossene Bebauungsplan sei rechtskräftig, hatte Stiftungs-Direktor Axel Klausmeier betont. Ein juristisches Vorgehen sei aussichtslos.

Informationen an der Mauer

Die Stiftung will die Open-Air-Galerie mit Informationen ausstatten. Ein Konzept für politisch-historische Bildung solle umgesetzt werden.
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| Aktualisierung: 28. März 2018