Neue Regeln für Ferienwohnungen: 60 Tage ohne Genehmigung

Neue Regeln für Ferienwohnungen: 60 Tage ohne Genehmigung

In Berlin gelten bald neue Regeln für die Vermietung von Ferienwohnungen. Die Hauptstädter dürfen in ihrer Wohnung künftig bis zu 60 Tage im Jahr ohne Genehmigung Feriengäste wohnen lassen.

Ein Schlüssel hängt an einer Wohnungstür

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Ein Schlüssel hängt an einer Wohnungstür.

Dazu müssen sie sich lediglich bei ihrem Bezirksamt registrieren lassen. Wer länger als 60 Tage an Urlauber vermieten will, muss eine Ausnahmegenehmigung beantragen. Entsprechende Änderungen des sogenannten Zweckentfremdungsverbots beschloss der rot-rot-grüne Senat am Dienstag, den 13. Februar 2018. Bisher ist in jedem Fall eine behördliche Genehmigung erforderlich.

Absichtlicher Leerstand wird früher bestraft

Angesichts der Wohnungsknappheit in der Hauptstadt sind schärfere Regelungen gegen eine andere Art der Zweckentfremdung von Wohnraum geplant: Eigentümer, die ihre Wohnung leer stehen lassen, statt sie zu vermieten, müssen künftig schon nach drei Monaten Leerstand statt wie bisher nach sechs Monaten mit einer Geldstrafe rechnen. In Kraft treten soll die Gesetzesnovelle - vorbehaltlich der Zustimmung des Abgeordnetenhauses - im Mai 2018. Ähnliche Regelungen gibt es nach Angaben von Stadtentwicklungssenatorin Katrin Lompscher (Linke) auch in anderen deutschen Metropolen.

Airbnb schaltete Kampagne gegen Verbot

Das Berliner Ausgangsgesetz zum Zweckentfremdungsverbot gilt seit Mai 2014. Damit wollte die Politik verhindern, dass preiswerter Wohnraum für Berliner durch Leerstand, Abriss, die Umwandlung in Gewerberaum oder die gewerbliche Vermietung von Ferienwohnungen verloren geht. In Berlin gibt es laut Stadtentwicklungsverwaltung schätzungsweise 20 000 bis 30 000 Wohnungen oder Zimmer, die teilweise zu Ferienzwecken vermietet werden. Das weltweit agierende Vermittlungsportal Airbnb hat nach eigenen Angaben 26 000 Unterkünfte zur gelegentlichen Vermietung im Angebot.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 13. Februar 2018