Betonpoller und Polizeistreifen schützen Weihnachtsmärkte

Betonpoller und Polizeistreifen schützen Weihnachtsmärkte

Bald geht es wieder los mit Glühwein, gebrannten Mandeln und viel Getümmel auf den Weihnachtsmärkten in der Hauptstadt. Längst laufen die Vorbereitung. Eine zentrale Frage: Wie sicher können die Märkte gemacht werden?

Polizisten beobachten Weihnachtsmarkt

© dpa

Zwei Polizisten stehen in Stuttgart auf dem Weihnachtsmarkt.

Vor dem Start der Berliner Weihnachtsmärkte beraten Polizei und Veranstalter derzeit über die Sicherheit. «Es wird Betonpoller geben», sagte Polizeisprecher Thomas Neuendorf der Deutschen Presse-Agentur. Die Polizei prüfe die Konzepte der Veranstalter sowie die jeweilige Gefährdungssituation. Die Genehmigungen erteilten aber die Bezirke. Die Polizei sprach von etwa einem Dutzend größerer Märkte wie am Alexanderplatz und am Breitscheidplatz.

Potsdamer Platz mit Betonpollern gesichert

An einem zentralen Platz Berlins - dem Potsdamer Platz - sind solche Poller bereits deutlich sichtbar. Sie sollen die «Winterwelt» schützen, die seit Freitagabend (03. November 2017) wieder geöffnet ist und mit Rodelstrecke, Eislaufbahn und Après-Ski vor allem Touristen anzieht.
Vor einem Jahr war der islamistische Attentäter Anis Amri am 19. Dezember mit einem gekaperten Laster in den Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche gerast. Zwölf Menschen wurden getötet, darunter war auch der erschossene polnische Lastwagenfahrer.

Polizei wird sich auf Märkten zeigen

Laut Sprecher ist auch geplant, zusätzliche Polizeifahrzeuge an besonders gefährdeten Stellen zu platzieren. Auch Zufahrten könnten verbaut werden. «Rettungswege müssen aber frei bleiben.» Neuendorf betonte auch: «Wir werden als Polizei zu sehen sein auf den Märkten.»
Eine hundertprozentige Sicherheit gebe es jedoch nicht, sagte der Sprecher. Die Beamten seien sehr wachsam. «Wir haben alle einen möglichen Anschlag mit einem Fahrzeug im Kopf. Es gibt aber noch andere Formen des Terrorismus.»

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 6. November 2017