Prozess um Tod von zwei Feuerwehrleuten: Urteil erwartet

Prozess um Tod von zwei Feuerwehrleuten: Urteil erwartet

Im Berufungsprozess um den Tod von zwei Feuerwehrmännern auf der A2 in Brandenburg will das Landgericht Potsdam heute ein Urteil sprechen. Angeklagt ist ein LKW-Fahrer. Der 58-Jährige soll nach einem Gutachten am frühen Morgen des 5. September 2017 auf der A2 bei Lehnin (Potsdam-Mittelmark) mit seinem Sattelzug und überhöhter Geschwindigkeit in eine Unfallstelle gerast sein und dadurch den Tod der beiden Retter verursacht haben.

Landgericht Potsdam

© dpa

Blick auf das Justizzentrum Potsdam.

In ihrem Plädoyer hatte die Staatsanwaltschaft eine Freiheitsstrafe von drei Jahren und drei Monaten gefordert, die Verteidigung hatte auf Bewährung plädiert.
Im ersten Prozess vor dem Amtsgericht Brandenburg/Havel wurde der 58-Jährige unter anderem wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt. Das Gericht ging davon aus, dass der 57 Jahre alte Lkw-Fahrer am Steuer eingeschlafen war. Staatsanwaltschaft und Verteidigung waren gegen das Urteil in Berufung gegangen. 
Nach Zeugenaussagen war die Unfallstelle taghell ausgeleuchtet. Die Müdigkeit habe sich durch Anzeichen angekündigt, die der 58-Jährige hätte ernst nehmen und anhalten müssen, hatte der Staatsanwalt zur Begründung gesagt.
Die Feuerwehrleute hatten eine Unfallstelle auf der A2 gesichert, als der tonnenschwere Laster ungebremst zunächst ein Polizei- und dann ein Feuerwehrauto rammte. Das Fahrzeug kippte und begrub die beiden Männer unter sich.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 30. September 2019 19:09 Uhr

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