Zahl der Arbeitsunfälle in Berlin rückläufig

Zahl der Arbeitsunfälle in Berlin rückläufig

Die Zahl der Arbeitsunfälle ist in Berlin im Jahr 2017 leicht zurückgegangen. Etwas mehr als 31 440 Unfälle wurden den Behörden gemeldet und damit rund 800 weniger als noch 2016, wie die Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales am Montag (26. August 2019) mitteilte.

Rettungsdienst

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Aktuellere Zahlen gibt es hingegen mit Blick auf die tödlichen Unfälle: Im laufenden Jahr sind sieben Menschen bei der Arbeit ums Leben gekommen, 2018 waren es sechs Menschen und im Jahr davor fünf. Die meisten dieser Unglücke ereigneten sich im Baugewerbe.

Verdacht auf Berufskrankheit häufiger gemeldet

Zugenommen hat indes auch die Zahl der Verdachtsfälle auf Berufskrankheiten: Knapp 1930 solcher Fälle wurden im vergangenen Jahr gemeldet, zehn Prozent mehr als noch 2017. «Nach wie vor sind hier die Hauterkrankungen Spitzenreiter, wenngleich der Trend seit drei Jahren rückläufig ist.» Es folgen asbestbedingte Krankheiten, Hautkrebs sowie Lärmschwerhörigkeit.

Arbeitsschutzbehörden nun mit mehr Personal

«Zwar ist Arbeitsschutz gesetzlich vorgeschrieben, dennoch ist der tagtägliche und praktische Schutz der Arbeitenden kein Selbstläufer», teilte die zuständige Senatorin, Elke Breitenbach, mit. In den Arbeitsschutzbehörden sei das Personal aufgestockt worden.

Unfallquote in Berlin unter Durchschnitt

In Berlin lag die Unfallquote mit 18 Unfällen pro 1000 Erwerbstätigen unter dem bundesweiten Durchschnitt von 21,6. Insgesamt waren im Jahr 2017 rund 1,74 Millionen Erwerbstätige zwischen 15 und 65 Jahren gemeldet.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 26. August 2019 16:55 Uhr

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