Zahl der Toten auf Autobahnen seit 2010 halbiert

Zahl der Toten auf Autobahnen seit 2010 halbiert

Trotz des stark gestiegenen Verkehrs hat sich die Zahl der Unfalltoten auf Brandenburgs Autobahnen seit 2010 halbiert. Im vergangenen Jahr starben 23 Menschen bei Unfällen auf den Autobahnen im Land, 2010 waren es noch 46, wie das Infrastrukturministerium auf dpa-Anfrage mitteilte. 2017 hatte es ebenfalls 23 Verkehrstote gegeben. Auch künftig seien Tempokontrollen und die Präventionsarbeit von Polizei und Verkehrswachten wichtig, sagte ein Sprecher des Ministeriums. Insgesamt hatte es von 2010 bis 2018 auf den märkischen Autobahnen 256 Tote gegeben.

Ein Rettungswagen der Feuerwehr

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Ein Rettungswagen der Feuerwehr fährt mit Blaulicht durch eine Straße. Foto: Marcel Kusch/Archiv

Zudem werde überlegt, ob auf Strecken mit hohen Unfallzahlen ein Tempolimit sinnvoll wäre, fügte er hinzu. Die meisten Karambolagen ereigneten sich auf dem Berliner Autobahnring A10, auf der Autobahn A12, die vom Dreieck Spreeau am Berliner Ring bis Frankfurt (Oder) verläuft und auf der Autobahn A2.
Während die Zahl der Toten rückläufig ist, gab es bei den Verletzten im Laufe der vergangenen Jahre einen Anstieg. Wurden 2010 noch 1110 verletzte Verkehrsteilnehmer verzeichnet, stieg diese Zahl bis zum Jahr 2017 auf 1314 an, wie das Ministerium auf eine Anfrage der CDU im Landtag mitteilte. Die Zahl der Unfälle schwankte im Berichtszeitraum. 2010 registrierte die Polizei 7273 Unfälle; 2014 waren es 6203. Der bisherige Höchststand in diesem Jahrzehnt wurde 2017 mit 8311 Unfällen erreicht.
Von 2010 bis 2017 nahm der Verkehr auf den märkischen Autobahnen den Angaben zufolge im Schnitt jährlich um 2,4 Prozent zu. 2010 wurden hier täglich rund 38 100 Fahrzeuge gezählt. 2017 hatte sich der Verkehr bereits auf täglich durchschnittlich knapp 44 500 Fahrzeuge erhöht.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Sonntag, 10. Februar 2019 09:50 Uhr

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