Fast 2000 Verstöße: Erste Zahlen vom «Speedmarathon»

Fast 2000 Verstöße: Erste Zahlen vom «Speedmarathon»

Fast 2000 Geschwindigkeitsverstöße hat die Brandenburger Polizei innerhalb von zwölf Stunden beim europaweiten Verkehrsaktionstag «Speedmarathon» am 21. April 2021 erfasst.

«Speedmarathon»

© dpa

Mit einem Lasermessgerät misst ein Polizist die Geschwindigkeit herannahender Fahrzeuge.

Auf der Bundesstraße 87 kurz vor Luckau (Landkreis Dahme-Spreewald) war etwa ein Raser mit 107 Kilometern pro Stunde unterwegs - 70 waren dort maximal erlaubt, wie ein Sprecher der Polizei am Mittwoch mitteilte. Der sogenannte Speedmarathon, der auf Gefahren und Folgen von zu schnellem Fahren aufmerksam machen soll, sollte bis zum Ende des Tages andauern. Die ersten Ergebnisse bezogen sich auf den Zeitraum von 0.00 Uhr bis 12.00 Uhr. In Brandenburg gab es laut dem Sprecher an 70 Orten Geschwindigkeitskontrollen.
Zuvor angekündigt waren Kontrollen innerhalb und außerhalb von Ortschaften, auf Kreis-, Landes- und Bundesstraßen sowie auf Autobahnen. Auch vor neuralgischen Punkten wie Schulen, Kindertagesstätten und Seniorenheimen wollten Polizisten auf Raser achten. So berichtete der Polizeisprecher, Einsatzkräfte hätten einen Autofahrer in Vetschau (Landkreis Oberspreewald-Lausitz) angehalten, der vor einer Schule mehr als 20 Kilometern pro Stunde zu schnell unterwegs gewesen sei. In Schönborn (Landkreis Elbe-Elster) stoppte die Polizei einen Autofahrer, der unter Drogeneinfluss stand: Ein Schnelltest bestätigte den Konsum von Amphetamin, hieß es auf Twitter.
Den «Speedmarathon» koordiniert das europäische Verkehrspolizei-Netzwerk «ROADPOL». 29 Staaten beteiligten sich, wie es von dem Netzwerk hieß. Ziel sei es, die Zahl der Unfallopfer auf den Straßen zu senken. In Deutschland nahmen laut den Organisatoren alle Bundesländer teil, doch nur in etwa zehn sei es ein sogenannter Sondereinsatz, bei dem über das normale Maß hinaus geprüft werde.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 21. April 2021 16:25 Uhr

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