Dekra-Analyse: Bislang 46 Verkehrstote in Berlin

Dekra-Analyse: Bislang 46 Verkehrstote in Berlin

46 Menschen sind einer Untersuchung der Prüfgesellschaft Dekra zufolge in Berlin in diesem Jahr bislang bei Verkehrsunfällen ums Leben gekommen.

Geisterrad erinnert an tödliche Radunfälle

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«Das ist ein völlig anderer Trend, der macht uns Sorge», sagte am Mittwoch (11. November 2020) Mario Schwarz, Dekra-Niederlassungsleiter in Berlin. Dort stellte er den aktuellen Verkehrssicherheitsreport der Prüfgesellschaft vor. Der Langzeitvergleich für Berlin zeigt allerdings, dass die Zahl der Verkehrstoten in den vergangenen Jahren zwar schwankte, seit 2013 aber weitgehend stabil blieb. So lag die Zahl der Verkehrstoten pro Jahr seither zwischen 37 und 56.

Dekra: Berlin fällt mit Anstieg von Verkehrstoten negativ auf

Schwarz betonte aber, dass der aktuelle Anstieg in Berlin deutlich abweiche von der bundesweiten Entwicklung. In ganz Deutschland wurden aktuellen Zahlen der Dekra zufolge in den ersten sieben Monaten dieses Jahres mehr als 1560 Menschen bei Verkehrsunfällen getötet. Das waren demnach fast 200 Tote weniger als im selben Zeitraum des Vorjahres. Schwarz geht davon aus, dass es auch mit Blick auf das Gesamtjahr in Deutschland einen Rückgang geben wird. «Das ist deshalb eine Auffälligkeit in Berlin», sagte er.

Deutschland und EU verfehlen selbstgesetzte Ziele für sicheren Staßenverkehr

Schwarz kritisierte allerdings, dass sowohl Deutschland als auch die EU ihren selbstgesetzten Zielen für einen sichereren Straßenverkehr hinterherhängen. So hatte sich die Bundesrepublik zum Ziel gesetzt, bei den Verkehrstoten im vergangenen Jahr die Zahl 2761 nicht zu überschreiten. Tatsächlich waren bundesweit aber 3275 Menschen im Straßenverkehr ums Leben gekommen.
Ein Warndreieck mit Schriftzug "Unfall"
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 11. November 2020 13:50 Uhr

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