Hunderte demonstrieren für sichere Radwege

Hunderte demonstrieren für sichere Radwege

Rund 1 000 Menschen haben am Samstag in Berlin mit einer Fahrrad-Demonstration ein Zeichen für mehr Pop-up-Radwege in der Hauptstadt gesetzt. Die etwa 37 Kilometer lange Kreisfahrt rund um das Stadtzentrum führte die Radfahrer vom Potsdamer Platz durch Kreuzberg, Friedrichshain, Prenzlauer Berg, Wedding, Charlottenburg und zurück zum Potsdamer Platz.

Die Polizei sprach um kurz nach 15 Uhr von 700 Teilnehmern, es stießen aber im Streckenverlauf immer mehr dazu. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club Berlin hatte zu der Rundfahrt aufgerufen und auch Familien mit Kindern eingeladen.
Zum Weltkindertag am 20. September forderte der Fahrradclub «eine Stadt, in der sich auch Kinder sicher und selbstständig mit dem Rad bewegen können». In der Corona-Krise seien viele Menschen aufs Rad umgestiegen. Alleine im Juli habe Berlin mehr als 2,3 Millionen Radfahrende gezählt.
Berliner Greenpeace-Aktivisten kündigten am Samstag an, auf einer viel befahrenen Straße im Zentrum der Hauptstadt, einen sicheren Radweg zu schaffen, wo sonst Lebensgefahr drohe. Auf einem Fahrstreifen der zweispurigen Chausseestraße (zwischen Invaliden- und Torstraße) würden «radfahrende Erwachsene und Kinder mit einer Menschenkette vor dem Autoverkehr» geschützt werden, hieß es in einer Mitteilung.
Der Platz auf den Straßen müsse zugunsten des Radverkehrs neu verteilt werden, erklärte Detlef Müller, Mobilitätsverantwortlicher der Berliner Greenpeace-Gruppe. «Nur der Ausbau von baulich getrennten Radwegen ermöglicht sicheres Radfahren für Menschen jeden Alters.»
Das Berliner Verwaltungsgericht hatte die sogenannten Pop-up-Radwege Anfang September für rechtswidrig erklärt. Die Entscheidung ist jedoch noch nicht rechtskräftig, die Senatsverwaltung für Verkehr hat beim Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg Beschwerde dagegen eingelegt.
Radfahren in Berlin
© dpa

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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Samstag, 19. September 2020 20:19 Uhr

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