Nach Ku'Damm-Unfall: Senatorin verwundert

Nach Ku'Damm-Unfall: Senatorin verwundert

Nach dem schweren Raserunfall auf dem Berliner Ku'damm hat sich Verkehrssenatorin Regine Günther (Grüne) verwundert gezeigt über Forderungen des Bezirks an ihre Adresse.

Regine Günther

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Regine Günther (Bündnis 90/Die Grünen), Verkehrssenatorin.

Die Verkehrsüberwachung mit Blitzern sei Aufgabe der Polizei, nicht der Senatsverwaltung für Verkehr, sagte ein Sprecher der Senatorin am Mittwoch (02. September 2020). Seine Senatsverwaltung spreche sich ausdrücklich für mehr Kontrollen, schärfere Sanktionen und konsequente Strafverfolgung aus. «Wir haben aber keine Blitzer.»

Bezirksbürgermeister Naumann fordert mehr Blitzer am Ku'damm

Der Bezirksbürgermeister von Charlottenburg-Wilmersdorf, Reinhard Naumann (SPD), hatte zuvor moderne Blitzer auf dem Ku'damm gefordert. «Denn die Bürgerinnen und Bürger erwarten mit Recht, dass der Staat hier handelt», sagte er im rbb-Inforadio und forderte ausdrücklich Unterstützung von Verkehrssenatorin Günther. Für die Polizei ist Innensenator Andreas Geisel (SPD) zuständig.
Laut Zeugenaussagen sollen sich Raser am Montagabend ein illegales Rennen geliefert haben. Sie sollen dabei einen Kleinwagen gerammt haben, darin wurden die 45-jährige Autofahrerin lebensgefährlich und ihre 17-jährige Tochter schwer verletzt.

Immer wieder illegale Autorennen in Berlin

«Die Vorstellung, dass Ampeln oder gar Tempolimits auf dieser Strecke illegale Autorennen verhindern könnten, halten wir nicht für zielführend», sagte Günthers Sprecher weiter. «Schwellen oder ähnliche Einbauten, wie es sie etwa in verkehrsberuhigten Zonen in Nebenstraßen gibt, würden auf einer solchen Hauptverkehrsstraße immer auch den ÖPNV, Rettungswagen, die Polizei, die Feuerwehr und andere Dienste behindern, deren schnelles Fortkommen oft lebenswichtig für andere ist.»

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 2. September 2020 14:51 Uhr

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