Ku'damm-Unfall: Bezirksbürgermeister fordert Unterstützung

Ku'damm-Unfall: Bezirksbürgermeister fordert Unterstützung

Nach dem schweren Autounfall auf dem Berliner Ku'damm hat Bezirksbürgermeister Reinhard Naumann (SPD) moderne Blitzer auf der Strecke gefordert.

Regine Günther, Umweltsenatorin von Berlin

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Regine Günther (Bündnis 90/Die Grünen), Umweltsenatorin von Berlin.

«Ich glaube, wir brauchen diesen Schritt als nächsten Schritt. Denn die Bürgerinnen und Bürger erwarten mit Recht, dass der Staat hier handelt», sagte er am Mittwochmorgen im rbb-Inforadio. Laut Zeugenaussagen sollen sich Raser am Montagabend ein illegales Rennen geliefert haben. Sie sollen dabei einen Kleinwagen gerammt haben, darin wurden die 45-jährige Autofahrerin lebensgefährlich und ihre 17-jährige Tochter schwer verletzt.
Naumann forderte Unterstützung von Verkehrssenatorin Regine Günther (Grüne). Er räumte ein, dass sich das Problem damit verlagern könnte. Es kämen auch Hinweise aus Kreuzberg, Steglitz und anderen Bezirken. Wenn der Ku'damm entsprechend abgesichert sei, würden die Kriminellen ausweichen, sagte der Bürgermeister von Charlottenburg-Wilmersdorf. Das sei ein bisschen «wie Hase und Igel».
Die weitergehende Frage sei deswegen, was die Ursachen dafür seien, dass Raser ihnen immer wieder solche Situationen bescherten und arglose Menschen schwer verletzten. «Jeder einzelne Unfall ist einer zu viel.» Skeptisch zeigte er sich bei der Idee, den Ku'damm ähnlich wie Teile der Friedrichstraße für Autos zu sperren. Was er da gesehen habe, wünsche er sich so für die City-West nicht.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 2. September 2020 08:48 Uhr

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