Anschlag auf Autobahn: Einsatz vor Ort weitgehend beendet

Anschlag auf Autobahn: Einsatz vor Ort weitgehend beendet

Nach dem islamistischen Anschlag mit einem Auto auf der Berliner Stadtautobahn hat die Polizei am Mittwoch die Untersuchungen vor Ort zum größeren Teil beendet.

Ermittler arbeiten auf der Berliner Stadtautobahn

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Ermittler arbeiten auf der Berliner Stadtautobahn in Höhe der Ausfahrt Alboinstraße.

Die Sperrungen der Autobahn Richtung Neukölln wurden weitgehend aufgehoben. Zwischen Kurfürstendamm und Hohenzollerndamm gab es laut Verkehrsinformationszentrale allerdings weiterhin eine Sperrung.
Ein 30-jähriger Mann hatte am Dienstagabend gegen 18.30 Uhr an drei Stellen auf der Autobahn im Westteil Berlins mit seinem Auto andere Fahrzeuge wie Autos und Motorräder gerammt. Die Kriminalpolizei hatte für die Untersuchungen ganze Fahrbahnen gesperrt und am Dienstag auch eine Drohne für Video- und Fotoaufnahmen aus der Luft eingesetzt. Während die Drohne flog, mussten aus Sicherheitsgründen beide Fahrtrichtungen der Autobahn gesperrt werden.
Das stark beschädigte Auto des Fahrers stand zuletzt auf der Autobahnausfahrt Alboinstraße in Berlin-Tempelhof Richtung Westen. Dort in der Nähe hatte sich wohl der dritte Crash ereignet. Auf der Fahrbahn lagen einige Trümmer und ein Motorradhelm. Ein Motorrad war quer in die Front des Wagens geklemmt, wie auf Fotos zu sehen war. Offenbar hatte der Fahrer das Motorrad mit großer Gewalt gerammt. Insgesamt wurden drei Menschen schwer und drei weitere leicht verletzt.
Die anderen beiden Zwischenfälle, bei denen der Mann andere Fahrzeuge rammte, geschahen weiter westlich auf der Autobahn in Wilmersdorf und Schöneberg. Daher muss der Mann seine Fahrtrichtung mehrfach geändert und die Autobahn in beide Richtungen abgefahren haben.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 19. August 2020 12:05 Uhr

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