Mohrenstraße: Senat gegen «Schnellschüsse» bei Umbenennung

Mohrenstraße: Senat gegen «Schnellschüsse» bei Umbenennung

In der Debatte um eine Umbenennung der Berliner U-Bahn-Station Mohrenstraße hat der Senat die Verkehrsbetriebe BVG zurückgepfiffen.

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    Das Schild zur Mohrenstraße, Ecke Friedrichstraße.
  • Ramona Pop (Die Grünen)© dpa
    Ramona Pop (Bündnis 90/Die Grünen), Berliner Wirtschaftssenatorin.
«Schnellschüsse sind in solchen Angelegenheiten wirklich nicht angebracht», sagte Wirtschaftssenatorin Ramona Pop am Dienstag (07. Juli 2020) und forderte ein «offenes Verfahren» unter Beteiligung von Verbänden, Initiativen und Anrainern. Die BVG hatte in der Vorwoche mitgeteilt, den Stationsnamen, den viele als rassistisch empfinden, in Glinkastraße umzubenennen. Nach dem russischen Komponisten Michail Iwanowitsch Glinka (1804-1857) ist eine Straße benannt, die nahe der U-Bahn-Station auf die Mohrenstraße trifft. Inzwischen gibt es aber eine Debatte darüber, ob Glinka ein Antisemit war.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 8. Juli 2020 08:19 Uhr

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