Regional- und S-Bahnverkehr bis Jahresende eingeschränkt

Regional- und S-Bahnverkehr bis Jahresende eingeschränkt

Mit Hochdruck setzt die Deutsche Bahn ihr Konzept «Starke Schiene» fort. Bis 2030 will sie 20 Milliarden Euro investieren. Werden dann Verspätungen, Ausfälle und überfüllte Züge der Vergangenheit angehören?

Eine S-Bahn fährt in den Bahnhof ein

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Nahezu alle Linien seien davon bis zum Jahresende betroffen, teilte das Verkehrsministerium in Potsdam auf eine Anfrage der Linke-Landtagsfraktion mit. Bei zahlreichen Vorhaben werde ausschließlich ab 22.00 Uhr sowie nachts in den Betriebspausen gebaut. Es werde aber auch zu Sperrungen einiger Strecken kommen, die sich über Wochenenden oder mehrere Wochen erstrecken könnten. Das Ministerium geht davon aus, dass auf fast allen Linien, auf denen der Verkehr eingeschränkt ist, Ersatzbusse fahren.

Abstandsregeln beim Schienenersatzverkehr nicht immer einzuhalten - Mund-Nasen-Bedeckung tragen

Wie das Ministerium einräumt, kann beim Schienenersatzverkehr nicht ausgeschlossen werden, dass Sicherheitsabstände zum Schutz vor der Corona-Erkrankung nicht eingehalten werden. Die Fahrgäste seien aufgefordert, wie bisher eine Mund-Nase-Bedeckung zu tragen. Kundenbetreuer und Fahrpersonal würden darauf achten, dass die Fahrgäste die Abstände einhielten. Wegen der Hygienemaßnahmen erwäge die DB Netz AG aktuell nicht, Baumaßnahmen zu verschieben, zitiert das Ministerium aus einer Stellungnahme der Bahn. Baumaßnahmen seien in der Regel langfristig eingeordnet; es gebe umfangreiche Abhängigkeiten in der Bauplanung der nächsten Jahre.

Kaum Einschränkungen im Zugverkehr durch Corona-Krise

Laut einer weiteren Antwort des Ministeriums war seit Beginn der Corona-Schutzmaßnahmen bis Anfang Mai der Fahrplan auf insgesamt 13 Linien von Regionalbahn und Regionalexpress sowie auf sechs S-Bahnlinien wegen Erkrankungen von Beschäftigten eingeschränkt. Obwohl die Fahrgastzahlen stark zurückgegangen waren, sind den Angaben zufolge bis auf die Ausflugszüge am Wochenende im April auf den Regionalexpress-Linien 2,3 und 5 keine weiteren Leistungen im Schienenpersonalverkehr abbestellt worden. Insgesamt ist der öffentliche Personennahverkehr in Brandenburg dem Ministerium zufolge wegen der Corona-Pandemie nur sehr gering eingeschränkt worden. Bereits seit dem 4. Mai gelte der Regelfahrplan wieder.
Störung im Nahverkehr
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Störungen im Nahverkehr

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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 17. Juni 2020 10:01 Uhr

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