CDU fordert neue Antworten in der Verkehrspolitik

CDU fordert neue Antworten in der Verkehrspolitik

Berlins CDU-Landesvorsitzender Kai Wegner fordert von seiner Partei neue Antworten auf die aktuellen Fragen der Mobilitätspolitik. «Die Mobilitätsbedürfnisse haben sich verändert», sagte Wegner am Samstag bei der ersten digitalen Mitgliederkonferenz der Berliner CDU. Die Antworten von vor 10 oder 20 Jahren seien nicht mehr die richtigen. In seiner Generation sei es für 18-Jährige der größte Wunsch gewesen, den Führerschein zu machen und möglichst ein Auto zu bekommen. «Das ist heute bei den Jüngeren nicht mehr so», sagte Wegner. Darauf müsse die CDU reagieren.

Kai Wegner

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Kai Wegner, Parteivorsitzender der Berliner CDU.

Rot-Rot-Grün bediene lediglich eine kleine Klientel und habe nicht die ganze Stadt im Blick, warf Wegner dem Senat vor. Aus Sicht der CDU seien sichere Radwege genauso wichtig wie eine Investitionsoffensive für schienengebundenen Nahverkehr, bei der auch an das Umland gedacht werden müsse, sagte Wegner. Gleichzeitig werde auch in Zukunft der Individualverkehr in Berlin eine wichtige Rolle spielen. «Wir dürfen nicht auf Verbote und Umerziehung setzen», sagte Wegner. Wer mit dem Auto fahren müsse, solle auch in Zukunft die Möglichkeit dazu haben.
Die Berliner CDU diskutiert bei ihrer digitalen - per Livestream übertragenen - Mitgliederkonferenz über das Thema Mobilität. Die Ergebnisse der Diskussionen sollen in das Programm einfließen, kündigte CDU-Generalsekretär Stefan Evers an.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Samstag, 6. Juni 2020 11:00 Uhr

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