VBB und DB versprechen Ende des Ärgers im Regionalverkehr

VBB und DB versprechen Ende des Ärgers im Regionalverkehr

Das monatelange Chaos im Regionalverkehr zwischen Berlin und Brandenburg soll ab Montag ein Ende haben.

Susanne Henckel

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Susanne Henckel, Ines Jesse, Staatssekretärin Infrastruktur, Regine Günther, Verkehrssenatorin

Ab Montag sollen alle schon vor Monaten vereinbarten zusätzlichen Sitze zur Verfügung stehen, teilten der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg und die Deutsche-Bahn-Tochter DB Regio am Freitag, den 1. November 2019 mit. Auf den Regionalbahn-Linien 7, 10 und 13 waren schon für April rund 1000 zusätzliche Plätze eingeplant.
Langwierige Genehmigungsverfahren, geänderte technische Zulassungs-Voraussetzungen, Baustellen und Mitarbeitermangel sorgten jedoch für Verzögerungen - zahlreiche Zugausfälle und Verspätungen während des Sommers waren die Folge. Selbst im Oktober lief der Verkehr noch nicht rund. «Das ist eine Entschuldigung wert, das ist allen Beteiligten bewusst», sagte am Freitag VBB-Geschäftsführerin Susanne Henckel. Die verantwortliche DB Regio zahlt wegen nicht erbrachter Vertragsleistungen eine Strafe von 1,2 Millionen Euro.

Längere Züge und Doppelstockwagen

Die zusätzlichen Sitze sollten vor allem über längere Züge entstehen. Einstöckige Fahrzeuge sollten zudem gegen Doppelstockwagen mit größerer Kapazität ausgetauscht werden. Auf der Linie 7 zwischen Bad Belzig und Berlin war für die späte Hauptverkehrszeit eine neue Verbindung geplant.
Doch vor allem während der Sommermonate stand auf der Linie 7 teilweise nur die Hälfte der vereinbarten zusätzlichen Kapazität zur Verfügung. Im September fuhren sogar nur knapp 38 Prozent der zusätzlichen Züge zuverlässig. Ähnlich sah es auf der Regionalbahn-Linie 10 zwischen Nauen und Berlin aus: Hier fehlten pro Fahrt zum Teil bis zu 280 der vereinbarten Sitzplätze.

Für Dutzende Züge fehlt Zulassung

Noch immer fehle für ein Dutzend Züge eine Zulassung des Eisenbahn-Bundesamts, sagte Jörg Werner, Leiter des Fahrgastmarketings der DB-Regio. Mit dieser werde erst Anfang kommenden Jahres gerechnet. Dennoch könnten bereits ab Montag alle zugesagten Kapazitäten erbracht werden.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 1. November 2019 13:56 Uhr

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