Aufsichtsratschefin Pop will eine Frau an der BVG-Spitze

Aufsichtsratschefin Pop will eine Frau an der BVG-Spitze

Für Berlins Busse und Bahnen soll nach dem Wunsch von Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne) auch künftig eine Frau die Verantwortung tragen. Die jetzige Vorstandsvorsitzende der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG), Sigrid Nikutta, ist für einen Vorstandsposten bei der Deutschen Bahn im Gespräch.

Ramona Pop

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Ramona Pop (Bündnis 90/Die Grünen).

«Sollte sich der Bahn-Aufsichtsrat für Frau Nikutta entscheiden, werden wir selbstverständlich angesichts der Vielzahl von männlichen Besetzungen in Spitzenpositionen in der Wirtschaft auch hier versuchen, wieder eine starke und erfahrene Frau zu gewinnen«, teilte Pop am Mittwoch in ihrer Funktion als BVG-Aufsichtsratschefin der dpa mit.
Nikutta sollte sich am Mittwoch im Personalausschuss des Bahn-Aufsichtsrats vorstellen und könnte zum Jahreswechsel gehen. Wegen der großen Probleme der Gütersparte DB Cargo will der Konzern dafür wieder ein eigenes Vorstandsressort einrichten. Nikutta war 2010 von DB Cargo zu Deutschlands größtem kommunalen Verkehrsunternehmen gekommen.
Pop sagte, Nikuttas Weggang wäre ein Verlust für Berlin, betonte aber: «Für überstürztes Handeln gibt es keinen Anlass.» Es werde ein geregeltes Besetzungsverfahren geben. Die BVG sei mit ihrem neuen Betriebsvorstand Rolf Erfurt gut für eine Überbrückungszeit gerüstet.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 30. Oktober 2019 11:38 Uhr

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