Bahn: Viele Züge im Juni mit Defekten unterwegs

Bahn: Viele Züge im Juni mit Defekten unterwegs

Fehlende Reservierungsanzeigen, Steckdosen ohne Strom, geschlossene Bordbistros: Deutlich mehr als die Hälfte der im Juni eingesetzten ICE-Züge bei der Deutschen Bahn (DB) waren mit technischen Defekten und Einschränkungen unterwegs.

ICE-Züge mit defekt unterwegs

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Die Sicherheit der Fahrgäste war dadurch jedoch nicht gefährdet, wie aus einer Antwort des Verkehrsministeriums auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion im Bundestag hervorgeht. Im Juni waren demnach rund 38 Prozent der eingesetzten ICE-Züge voll funktionsfähig - der bis dahin schwächste Wert im Jahr 2019. Noch im Mai lag die Quote bei 46 Prozent. Zuvor hatte die «Bild»-Zeitung darüber berichtet.

Schon kleinste Defekte werden gezählt

Um welche Defekte es sich genau handelte, und ob sie größere Einschränkungen für die Passagiere bedeuteten, geht aus der Statistik nicht hervor. «Die von der DB gemessene "technische Verfügbarkeit bei Erstbereitstellung" dient der internen Steuerung und berücksichtigt selbst kleinste technische Einschränkungen», teilte die Bahn am Mittwoch (21. August 2019) mit. «Daher wird ein Zug mit einem einzigen kleinen Fehler schon als "eingeschränkt" gezählt, obwohl es keine oder nur sehr geringe Einschränkungen in der Nutzbarkeit des Zuges gibt.» Schon eine defekte Reservierungsanzeige führe zu dieser Einstufung.

Mehr Züge ohne Defekte als 2018

Im Vergleich zum Vorjahr hat sich der Anteil der störungsfreien Züge indes deutlich erhöht. Laut Medienberichten vom Dezember fuhr damals nicht einmal jeder vierte ICE völlig fehlerfrei.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 21. August 2019 11:25 Uhr

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