Gewerkschaft kritisiert Arbeitsbedingungen auf Rollfeldern

Gewerkschaft kritisiert Arbeitsbedingungen auf Rollfeldern

Bei Temperaturen von bis zu 40 Grad hat die Gewerkschaft Verdi die Arbeitsbedingungen für Beschäftigte auf Flughafen-Rollfeldern kritisiert. «Eigentlich müsste man die Beladung bei diesen Bedingungen einstellen», sagte Katharina Wesenick, Tarifsekretärin für Flughäfen bei Verdi, auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.

Verdi

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Eine Fahne von Verdi weht während einer Kundgebung im Wind.

Schon am Morgen sei es in diesen Tagen so heiß, dass vor allem für die Belader der Flugzeuge die Situation nur schwer erträglich sei. «Es müssten sofort drastische Maßnahmen getroffen werden wie Kurzschichten», sagte Wesenick. Stattdessen würden wegen des Personalmangels zum Teil Neun-Stunden-Schichten gefahren.
An den Flughäfen sei die Situation indes sehr unterschiedlich. Vielerorts würden die Mitarbeiter mit Wasser, Sonnenschutzmittel und Eis versorgt. Wegen der angespannten Personalsituation sei die Belastung aber überall sehr hoch.
Vor allem an den Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld seien die Bedingungen hart, weil die stetig wachsenden Passagierzahlen die Kapazitäten deutlich überstiegen. Entlastungen seien dadurch kaum möglich. «Tegel ist sozusagen an der Spitze des aus unserer Sicht nicht mehr verantwortbaren Umgangs mit den Beschäftigten», sagte Wesenick.
Besonders von der Hitze belastet seien in Berlin «die Mitarbeiter, die an der Rampe arbeiten, die Koffer- ein und ausladen sowie Busfahrer», teilte auch eine Sprecherin des Unternehmens Wisag mit, das unter anderem für die Arbeiten auf dem Rollfeld verantwortlich ist. «Obst und Eis werden spendiert und es wird darauf geachtet, dass die Mitarbeiter bestmöglichen Sonnenschutz haben, zum Beispiel durch das Tragen von Kappen», hieß es weiter. Zudem würden regelmäßige Trinkpausen angeboten.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 26. Juli 2019 12:06 Uhr

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