Baustelle: ICE-Fahrt von Frankfurt nordwärts dauert länger

Baustelle: ICE-Fahrt von Frankfurt nordwärts dauert länger

Knapp 30 Jahre nach dem Start steht die Sanierung der ersten beiden Schnellfahrstrecken der Deutschen Bahn an. Am kommenden Dienstag (11. Juni 2019) beginnen die Arbeiten zwischen Hannover und Göttingen. Das werden auch Bahnreisende aus Hessen zu spüren bekommen.

Deutsche Bahn

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Bauarbeiten an der ICE-Strecke der Deutschen Bahn in Niedersachsen verlangen in den kommenden Monaten auch Bahnreisenden aus Hessen Geduld ab. Weil zwischen Hannover und Göttingen die Schnellfahrstrecke saniert wird, müssen Fernreisende zwischen Nord- und Süddeutschland sowie Berlin und Frankfurt im nächsten halben Jahr 30 bis 45 Minuten mehr Fahrzeit pro Strecke einplanen.

Sanierung dauert bis 2023

Vom kommenden Dienstag (11. Juni 2019) an fahren die Züge eine Umleitung, die neuen Fahrzeiten sind in die Fahrpläne aber bereits eingearbeitet. Knapp 30 Jahre nach der Inbetriebnahme der ersten Schnellstrecken Hannover-Würzburg und Mannheim-Stuttgart beginnt die Deutsche Bahn mit einer grundlegenden Sanierung. Das Sanierungsprojekt behindert den bundesweiten Zugverkehr in Etappen bis ins Jahr 2023.

Eine Trasse nach der anderen gesperrt

Gleise, Weichen, Schotter, aber auch die Oberleitungsmasten sowie die Strom- und Sicherungstechnik werden erneuert. Auf den Abschnitt Hannover-Göttingen folgt die Strecke Mannheim-Stuttgart, die vom 10. April bis 31. Oktober 2020 nicht befahrbar sein wird. Der Abschnitt Göttingen-Kassel wird von April bis Juli 2021 unterbrochen. Dann kommt im Jahr 2022 die Trasse Fulda-Würzburg dran, 2023 schließlich der Gleisstrang von Kassel nach Fulda.

Grundlegende Sanierung unausweichlich

Die Bahn wirbt um Verständnis für die Serie von Großbaustellen. Sie sei unvermeidbar, die regelmäßige Instandhaltung reiche nun nicht mehr aus: Die beiden ICE-Strecken seien seit ihrer Eröffnung 1991 im Dauerbetrieb. Auf der 327 Kilometer langen Trasse zwischen Hannover und Würzburg fahren täglich 110 Fernzüge mit rund 42 000 Reisenden durch Niedersachsen, Hessen und Bayern, außerdem im Durchschnitt 26 Güterzüge.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 4. Juni 2019