Start- und Landelärm am Flughafen BER soll teuer werden

Start- und Landelärm am Flughafen BER soll teuer werden

Mit Gebühren von bis zu 7500 Euro will Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup die Fluggesellschaften am neuen Flughafen BER zu leiserem Fliegen bewegen. Ein neues Gebührenmodell, das bei jedem Flug den Start- und Landelärm misst, soll leises Fliegen belohnen - und bei lautem Fliegen zur Kasse bitten. «Damit leisten wir Pionierarbeit», sagte Daldrup am Freitag in Berlin. Das neue Verfahren, das Nachbarschaft und Umwelt schonen soll, sei eines der ersten seiner Art an einem deutschen Flughafen.

Engelbert Lütke Daldrup

© dpa

Engelbert Lütke Daldrup, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafengesellschaft Berlin Brandenburg. Foto: Annette Riedl/Archivbild

Bisher seien die Lärmklassen nach Flugzeugtypen und nicht nach tatsächlich verursachtem Lärm geordnet gewesen. «Ein Airbus A 320 war immer in einer Lärmklasse, egal ob Sie laut oder leise geflogen sind», sagte Daldrup. Deshalb habe es sich für die Fluggesellschaften nicht gelohnt, leiser zu fliegen. Zwischen 40 und 7500 Euro müssten die Fluggesellschaften nun künftig für den von Ihnen verursachten Lärm bezahlen - je nachdem, welche von elf Lärmklassen sie erreichen. Der Flugzeugtyp Airbus A 320 etwa bewege sich zwischen 100 und 300 Euro.
In den Randzeiten von 5.00 Uhr bis 6.00 Uhr sowie von 22.00 Uhr und 24.00 Uhr sollen die Gebühren den Angaben zufolge deutlich höher ausfallen als in den Kernzeiten, erklärte Daldrup.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 31. Mai 2019 14:30 Uhr

Weitere Meldungen