Hochzeits-Autokorso: 30-Jähriger gerät in den Gegenverkehr

Hochzeits-Autokorso: 30-Jähriger gerät in den Gegenverkehr

Ein Mann aus einem Hochzeits-Autokorso rast durch Berlin und verliert seinen Führerschein. Auch anderswo behindern Hochzeitsgesellschaften den Straßenverkehr.

Unfall-Warndreieck

© dpa

Ein Unfall-Faltsignal. Foto: Armin Weigel/Archivbild

Berlin (dpa/bb) - Ein 30-jähriger Teilnehmer eines Hochzeits-Autokorsos ist mit seinem Wagen in Berlin-Tiergarten in den Gegenverkehr gefahren und mit einem anderen Auto kollidiert. Die Fahrerin des anderen Autos wurde bei dem Zusammenprall leicht verletzt, wie die Polizei am Samstag mitteilte. Der 30-Jährige sei zuvor laut hupend in Schlangenlinien auf der Klingelhöferstraße unterwegs gewesen und habe dann die Kontrolle über das Fahrzeug verloren. Die Polizei zog den Führerschein des Mannes ein, stellte den Wagen sicher und leitete mehrere Ermittlungsverfahren ein, unter anderem wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung.
Immer wieder sorgen Hochzeitsgesellschaften für Verkehrsbehinderungen. In Rheine (Nordrhein-Westfalen) haben Feiernde am Samstag eine Kreuzung blockiert. Ein Autokorso machte mit Warnblinklicht Halt. Die Teilnehmer seien anschließend um die Wagen getanzt, teilten die Beamten mit. Vermutlich habe es sich um eine Hochzeitsgesellschaft gehandelt. Der Verkehr kam zum Erliegen, die Polizei ermittelt wegen Nötigung im Straßenverkehr.
Ende März blockierten Teilnehmer einer Hochzeitsgesellschaft auf der Autobahn 81 bei Stuttgart den Verkehr und filmten den entstehenden Stau. Etwa eine Woche davor hatten bei Düsseldorf mehrere Autofahrer mit teuren Sportwagen den Verkehr auf der Autobahn 3 blockiert - laut Polizei, um Hochzeitsfotos zu schießen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Sonntag, 14. April 2019 11:10 Uhr

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